Maurizio Cattelan gewinnt den Preis der Nationalgalerie Berlin 2026
Francesco HeinrichMaurizio Cattelan gewinnt den Preis der Nationalgalerie Berlin 2026
Der Preis der Nationalgalerie Berlin hat Maurizio Cattelan als Preisträger für das Jahr 2026 bekannt gegeben. Der für seine provokante Konzeptkunst bekannte Künstler prägt seit Langem die zeitgenössische Kultur wie kaum ein anderer. Mit der diesjährigen Auszeichnung rückt der Preis Künstler in den Fokus, deren Einfluss weit über Berlin hinaus auf der internationalen Bühne wirkt.
Ursprünglich wurde der Preis der Nationalgalerie Berlin ins Leben gerufen, um junge Künstler unter 40 mit Wohnsitz in Deutschland zu würdigen. Alle zwei Jahre zeichnete er aufstrebende Talente in einem Wettbewerbsformat aus. Zu den früheren Preisträgern zählen Anne Imhof, Cyprien Gaillard, Monica Bonvicini sowie das Duo Elmgreen & Dragset.
2024 vollzog der Preis eine Wende, indem er erstmals vier Künstler gleichzeitig ehrte und damit den Wettbewerbsgedanken aufgab. Die Ausgabe 2026 wird nun einen Künstler würdigen, dessen Prägung Berlins und der globalen Kunstszene unbestritten ist. Cattelan, der zwar nicht in der Stadt lebt, hat maßgeblich zu ihrem Ruf als kulturelles Zentrum beigetragen – insbesondere als Mitkurator der Berlin Biennale 2006.
Die Jury betonte seinen Einfluss darauf, Berlin zu einem globalen Hotspot für zeitgenössische Kunst zu machen. Seine oft satirischen und provokanten Werke haben ihn zu einem der bedeutendsten Künstler der Gegenwart werden lassen. Die Entscheidung fällt in eine Zeit, in der Kürzungen bei Fördergeldern die Chancen für jüngere, noch unbekanntere Schöpfer bedrohen.
Cattelans Auszeichnung markiert einen Kurswechsel des Preises, der nun Künstler mit nachhaltiger internationaler Strahlkraft priorisiert. Die Verleihung 2026 unterstreicht Berlins anhaltende Rolle als zentraler Akteur der globalen Kunstwelt. Gleichzeitig bleiben die Herausforderungen für Nachwuchskünstler angesichts wachsender Finanzierungsengpässe bestehen.
