Messerangriff in Wolfenbüttler Obdachlosenheim: Prozess um versuchten Totschlag beginnt
Sylvio ThiesMesserangriff in Wolfenbüttler Obdachlosenheim: Prozess um versuchten Totschlag beginnt
Vor dem Landgericht Braunschweig beginnt heute der Prozess gegen einen 26-jährigen Mann, der sich wegen eines brutalen Angriffs in einer Obdachlosenunterkunft in Wolfenbüttel verantworten muss. Der Angeklagte wird der versuchten Tötung und schwerer Körperverletzung beschuldigt, nachdem er während eines Streits einen anderen Bewohner mit einem Messer attackiert hatte. Das Opfer erlitt dabei schwere, lebensbedrohliche Verletzungen.
Der Vorfall ereignete sich am 13. August 2025 in der Unterkunft. Ein Streit um Zigaretten eskalierte, woraufhin der Angeklagte dem Opfer mehrfach in den Hals stach. Nach der Tat floh er vom Tatort, bevor die Behörden eintrafen.
Der Prozess wird mit weiteren Verhandlungsterminen am 5. und 13. Februar weitergeführt. In den vergangenen fünf Jahren wurden weder in Wolfenbüttel noch in der weiteren Region Braunschweig öffentlich bekannt gewordene Fälle von gewalttätigen Zwischenfällen in Obdachlosenunterkünften gemeldet.
Das Gericht wird die Beweislage an drei anberaumten Terminen prüfen. Die Verletzungen des Opfers wurden als lebensgefährlich eingestuft, dem Angeklagten drohen bei einer Verurteilung schwere Strafen. Ein Urteil wird nach der letzten Verhandlung Mitte Februar erwartet.
