08 June 2026, 08:15

Miersch fordert Rentenbeiträge für Abgeordnete – "Keine Sonderbehandlung"

SPD-Fraktionsvorsitzender Miersch im ARD-Interview: Auch Abgeordnete sollen in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen - Regierung arbeitet auch in der Sommerpause

Miersch fordert Rentenbeiträge für Abgeordnete – "Keine Sonderbehandlung"

SPD-Fraktionschef Matthias Miersch hat Abgeordnete des Bundestags aufgefordert, in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen. In der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“ betonte er am Sonntag, dass Parlamentarier bei den Altersvorsorgebeiträgen keine Sonderbehandlung erhalten sollten. Seine Äußerungen fallen vor dem Hintergrund des anstehenden Sozialpartnergesprächs nächste Woche, bei dem mögliche Reformen beraten werden sollen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Miersch unterstrich, dass alle Bürger – einschließlich der Abgeordneten – aus Gründen der Gerechtigkeit in die staatliche Rentenkasse einzahlen müssten. Zudem forderte er, dass auch die Beiträge zur Pflege- und Krankenversicherung stärker an die individuelle Leistungsfähigkeit angepasst werden sollten. Zwar drängte er auf Veränderungen, räumte jedoch ein, dass umfassende Reformen die Zusammenarbeit zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften erfordern würden.

Der SPD-Politiker dämpfte allerdings die Erwartungen an schnelle, weitreichende Einigungen im Rahmen der anstehenden Gespräche. Stattdessen schlug er vor, dass über gut ausgearbeitete Vorschläge bis zum 1. Juli entschieden werden solle. Die Sommerpause biete zudem zusätzliche Zeit, um die Pläne weiter auszuarbeiten.

Miersch machte deutlich, dass er keine Notwendigkeit für eine sogenannte „konzertierte Aktion“ – ein formales Koordinierungsverfahren – sehe, um die Reformen voranzutreiben. Sein Fokus liege vielmehr darauf, dass Politiker im Rentensystem mit gutem Beispiel vorangehen.

Der Appell, dass Abgeordnete in die gesetzliche Rente einzahlen sollen, ist ein Schritt hin zu mehr Gerechtigkeit bei den Sozialabgaben. Da die Diskussionen weitergehen, wird das Ergebnis von den Verhandlungen zwischen den wichtigsten Akteuren abhängen. Als Frist für die Klärung konkreter Vorschläge wurde der 1. Juli vorgeschlagen.

Quelle