25 February 2026, 14:47

Modernisiertes Umspannwerk Böhmetal sichert Strom für 50.000 Menschen in der Region Neuenkirchen

Ein altes Schwarz-Weiß-Foto einer elektrischen Umspannstation mit sichtbaren Transformatoren, Drähten und Text unten.

Modernisiertes Umspannwerk Böhmetal sichert Strom für 50.000 Menschen in der Region Neuenkirchen

Drei Jahre nach Baubeginn: Modernisierung des Umspannwerks Böhmetal abgeschlossen

Nach drei Jahren Bauzeit ist die umfassende Modernisierung des Umspannwerks Böhmetal abgeschlossen. Das 11 Millionen Euro teure Projekt sichert die stabile Stromversorgung für rund 50.000 Einwohner in Soltau, Schneverdingen, Neuenkirchen und Wietzendorf. Die Anlage ist nun voll funktionsfähig – lediglich ein älterer Transformator aus den 1960er-Jahren bleibt vorerst in Betrieb.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Arbeiten begannen vor drei Jahren, um die wachsende Nachfrage nach Energie zu bewältigen. Im Rahmen der Modernisierung entstand ein neues Betriebsgebäude mit Mittelspannungsschaltanlagen, zudem wurde das 110-Kilovolt-System erneuert. Auch die elektronischen Steuerungen, Schutztechnik und Kommunikationssysteme wurden auf den neuesten Stand gebracht.

Erst in dieser Woche ging ein neuer Transformator in Betrieb, der die Mittelspannungsnetze der Stadtwerke Soltau sowie der Stadtwerke Schneverdingen-Neuenkirchen mit dem Hochspannungsnetz von Avacon verbindet. Parallel dazu ersetzen die Stadtwerke Schneverdingen-Neuenkirchen ihre Kabelverbindungen zu den beiden Orten durch leistungsfähigere, dickere Leitungen.

Einziger größerer Rückschlag war ein Diebstahl, bei dem drei mobile Schaltanlagen gestohlen und zerstört wurden. Dies führte zu Verzögerungen und zusätzlichen Kosten. Mittlerweile sind alle provisorischen Lösungen abgebaut, und die Anlage läuft mit voller Kapazität.

Trotz der Modernisierung bleibt die Nachfrage nach dezentralen Einspeisungen hoch: Monatlich kommen etwa 25 neue Anlagen hinzu. EWE plant bis 2028 den Bau von 100 weiteren Einrichtungen und hat weitere Modernisierungsprojekte bis 2045 vorgesehen.

Während der Bauarbeiten kam es auf der benachbarten Harburger Straße zu Verkehrsbehinderungen, da eine 1.600 Meter lange Umleitung mit nur einer Spur um den Ahlftener Berg geführt wurde.

Das modernisierte Umspannwerk Böhmetal sichert die Energieversorgung für die wachsende Region. Die Investition von 11 Millionen Euro garantiert langfristige Versorgungssicherheit – auch wenn der Bedarf an dezentraler Energie weiter steigt. EWE will die Kapazitäten bis 2045 weiter ausbauen, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden.