Neue Chefin der Landeszentrale: Wie Anikó Glogowski-Merten die Demokratie in Niedersachsen stärken will
Francesco HeinrichNeue Chefin der Landeszentrale: Wie Anikó Glogowski-Merten die Demokratie in Niedersachsen stärken will
Anikó Glogowski-Merten, eine 43-jährige FDP-Politikerin, hat die Leitung der Niedersächsischen Landeszentrale für politische Bildung übernommen. Die 2017 gegründete Behörde setzt sich für die Förderung des öffentlichen Interesses an Demokratie und die Stärkung des politischen Verständnisses ein. Ihre Ernennung folgt auf eine Karriere in der Kulturpolitik und im bürgerschaftlichen Engagement.
Glogowski-Merten wuchs in der DDR auf und studierte später Kunst und Pädagogik in Magdeburg und Braunschweig. Anschließend unterrichtete sie an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig und arbeitete als Forumsdirektorin für die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit.
Bis 2023 war sie kulturpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion. In dieser Funktion lehnte sie den 'Zuwanderungsbegrenzungsgesetz'-Entwurf der AfD ab – ein Standpunkt, der ihren demokratischen Überzeugungen entspricht. Zudem stellte sie öffentlich die Frage, ob die AfD aufgrund extremistischer Verstrickungen verboten werden sollte.
Ihre politischen Wurzeln reichen bis in die Ampelkoalition, deren Ausgestaltung sie in privater Funktion mitprägte. Ihr Ehemann ist Stadtrat, ihr Schwiegervater ein ehemaliger Ministerpräsident.
Falko Mohrs, Niedersachsens Wissenschafts- und Kulturminister, lobte ihre Ernennung besonders wegen ihres Engagements, unterschiedliche Zielgruppen zu erreichen. Glogowski-Merten will die politische Bildung durch offene, vielfältige und digitale Ansätze ausbauen. Geplant sind enge Kooperationen mit Schulen, Hochschulen, Kultureinrichtungen und der Zivilgesellschaft.
Als neue Direktorin setzt sie sich für eine Modernisierung der politischen Bildung in Niedersachsen ein. Ihr Konzept umfasst digitale Formate, Partnerschaften mit Institutionen und einen Fokus auf inklusiven Dialog. Die Stärkung der Demokratie bleibt dabei das zentrale Anliegen ihrer Arbeit.
