Neue Wasserstoff-Pipeline verbindet Emden und Leer – Genehmigung läuft an
Sylvio ThiesNeue Wasserstoff-Pipeline verbindet Emden und Leer – Genehmigung läuft an
Die Pläne für eine neue Wasserstoff-Pipeline in Norddeutschland haben mit der Einreichung der Antragsunterlagen konkrete Formen angenommen. Die H2Coastlink 1 HEL-Wasserstofftransportleitung wird sich über 23,5 Kilometer zwischen Emden und Leer erstrecken und ist Teil der wachsenden Wasserstoffinfrastruktur des Landes. Das Projekt tritt nun in die Genehmigungsphase ein, die eine öffentliche Anhörung sowie Umweltprüfungen umfasst.
Die unter dem Namen H2Coastlink 1 HEL geplante Leitung wird von der EWE Netz GmbH entwickelt. Sie wird durch die Gemeinden Emden, Ihlow, Moormerland und Leer verlaufen und einen Durchmesser von etwa 0,4 Metern aufweisen. Die Trasse verbindet wichtige Industriegebiete und Importhubs und stärkt damit das deutsche Wasserstoff-Rückgratnetz.
Verantwortet wird das Vorhaben von HEL (Hydrogen Europe Link), einem Joint Venture unter Führung des Energieunternehmens RWE. Zu den Partnern zählen OGE und Thyssengas, die beide über umfangreiche Erfahrung im Gasinfrastrukturbereich verfügen und diese in die Wasserstofftransport-Initiative einbringen. Vom 22. Januar bis zum 23. Februar können die Antragsunterlagen online eingesehen werden. Sie stehen auf der Website des LBEG sowie im UVP-Netz-Portal zur Verfügung. In dieser Phase haben Anwohner, Unternehmen und Interessenvertreter die Möglichkeit, die Pläne zu prüfen, bevor das Genehmigungsverfahren fortgesetzt wird.
Der Bau der Pipeline markiert einen weiteren Schritt zur Ausweitung der deutschen Wasserstofftransportkapazitäten. Nach der Genehmigung wird sie Industriezentren und Importrouten verbinden und so zur Verteilung sauberer Energie in der Region beitragen. Die nächsten Schritte hängen von den Ergebnissen der Umweltverträglichkeitsprüfung und der öffentlichen Rückmeldung ab.
