04 January 2026, 20:43

Neuer Grabstein für Ida Leser: Hagen ehrt vergessene Pädagogin nach 90 Jahren

Ein Blick auf einen Friedhof mit Treppe unten, Gras und Bäumen rechts, einer Gedenktafel in der Mitte, einem Geländer daneben, Gräbern dahinter und Bäumen und Gebäuden im Hintergrund.

Neuer Grabstein für Ida Leser: Hagen ehrt vergessene Pädagogin nach 90 Jahren

Im Januar 2026 wird ein neuer Grabstein für Ida Leser enthüllt, eine angesehene Handarbeitslehrerin aus Hagen im Bremischen. Die ursprüngliche Grabplatte war nach 90 Jahren so stark verwittert, dass sie nicht mehr lesbar war. Die Zeremonie soll ihr Andenken ehren und ihren Platz in der Geschichte der Gemeinde wiederherstellen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Ida Leser, die 1935 starb, war eine geschätzte Persönlichkeit in Hagen im Bremischen. Im Laufe der Zeit wurde ihr Grabstein auf dem jüdischen Friedhof unleserlich, sodass kaum noch Spuren ihres Erbes erkennbar waren. Dank lokaler Initiativen kann nun der verwitterte Stein ersetzt werden.

Die Finanzierung des neuen Denkmals stammt aus Spenden, die während eines Gedenkmarsches im April gesammelt wurden. Die Veranstaltung, organisiert von Polizei für Demokratie, sollte das Gedenken fördern und demokratische Werte stärken. Tobias Kuhlmann, ein Einwohner und Vizepräsident des Lions Club Eberbach, trieb die Spendenaktion im Rahmen des Wolfsstein-Gedenkprojekts voran.

Die Enthüllung des Grabsteins findet am 6. Januar 2026 um 10:00 Uhr auf dem jüdischen Friedhof statt. Zu den Gästen zählen der Bürgermeister, hochrangige Polizeivertreter sowie Delegierte des Landesverbands der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen. Ihre Anwesenheit unterstreicht die Bedeutung, lokale Geschichte zu bewahren und diejenigen zu ehren, die sie geprägt haben.

Der restaurierte Grabstein wird sicherstellen, dass das Andenken an Ida Leser für kommende Generationen erhalten bleibt. Die Zeremonie steht zudem für die anhaltenden Bemühungen, Erinnerungskultur und demokratische Werte in der Gemeinschaft zu wahren. Spenden und öffentliche Unterstützung machten das Projekt möglich – ein Zeichen für das gemeinsame Engagement für Geschichte und Respekt.