03 March 2026, 17:07

Neues Gebäudemodernisierungsgesetz: Wärmepumpen boomen, Öl- und Gasheizungen im Abwärtstrend

Ein Diagramm, das die Stromerzeugung aus Wind und Sonne in Deutschland zeigt, mit begleitendem Text, der zusätzliche Dateninformationen bereitstellt.

Förderung bis 2029 - Wärmpumpenhersteller freut sich über neues Gesetz - Neues Gebäudemodernisierungsgesetz: Wärmepumpen boomen, Öl- und Gasheizungen im Abwärtstrend

Deutschland hat sein Gebäudeenergiegesetz (GEG) grundlegend überarbeitet und es in Gebäudemodernisierungsgesetz umbenannt. Das neue Gesetz beendet langjährige Debatten, indem es die Installation neuer Öl- und Gasheizungen erlaubt – vorausgesetzt, sie stellen bis 2029 auf Biobrennstoffe um. Zudem bleiben Fördergelder für Wärmepumpen mindestens bis 2029 bestehen und geben Hausbesitzern und Unternehmen mehr Planungssicherheit.

Die Reform erfüllt damit ein zentrales Wahlkampfversprechen der Unionsparteien und beendet Jahre der Unsicherheit seit Amtsantritt der aktuellen Regierung. Nach den alten Regelungen waren bestehende Öl- und Gasheizungen zwar ausgenommen, doch Neuanlagen mussten mindestens 65 Prozent erneuerbare Energien nutzen. Das überarbeitete Gesetz bietet nun einen klareren Fahrplan für den Umstieg auf klimafreundlichere Brennstoffe.

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Die Nachfrage nach Wärmepumpen ist bereits deutlich gestiegen. Zwischen Februar 2025 und Februar 2026 kletterten die Verkaufszahlen um 55 Prozent auf 299.000 Geräte – fast die Hälfte aller verkauften Heizsysteme. Gleichzeitig brach die Nachfrage nach Ölheizungen um 74 Prozent ein, bei Gasheizungen lag der Rückgang bei 36 Prozent. Hohe Fördersätze (bis zu 70 Prozent im Jahr 2026), steigende CO₂-Preise und die Forderung nach stabilen gesetzlichen Rahmenbedingungen haben diesen Wandel beschleunigt.

Kai Schiefebein, Vorstandsvorsitzender des Wärmepumpenherstellers Stiebel Eltron, begrüßte die Reform, warnte jedoch vor zu komplizierten Antragsverfahren für Fördermittel. Zudem forderte er die Politik auf, europäische Hersteller zu stärken – angesichts des harten Wettbewerbs durch chinesische Konkurrenten. Viele Verbraucher eilen derzeit, noch vor möglichen Änderungen der Förderbedingungen Wärmepumpen zu erwerben, was der Branche kurzfristig Auftrieb verschafft.

Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz schafft klare Rahmenbedingungen für die Heizungsmodernisierung. Es sichert die Förderung von Wärmepumpen bis 2029 und ermöglicht einen schrittweisen Ausstieg aus fossilen Heizsystemen. Das Gesetz zielt darauf ab, Umweltziele mit praktikablen Lösungen für Haushalte und Unternehmen in Einklang zu bringen.