Niedersachsen bleibt bei VW-Krisen-Vorstandschef Oliver Blume - Minister Tonne bestätigt Unterstützung
Sylvio ThiesNiedersachsen bleibt bei VW-Krisen-Vorstandschef Oliver Blume - Minister Tonne bestätigt Unterstützung
Niedersachsen hält an VW-Krisenchef Oliver Blume fest – Minister Tonne bekräftigt Rückendeckung
Vorspann: Das Land Niedersachsen steht weiterhin hinter Oliver Blume als Vorstandsvorsitzendem – trotz der anhaltenden Krise bei Volkswagen. „Ich werde mich nicht von außen in diese Debatte einmischen“, sagte Wirtschafts- und Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne dem Fachinformationsdienst „Tagesspiegel Background“ (Montagsausgabe). „Aber ich möchte auch nicht vorgeworfen bekommen, die Dinge durch die rosarote Brille zu betrachten“, fügte der SPD-Politiker hinzu. „Doch [...]“
Niedersachsens Wirtschafts- und Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne hat die Unterstützung des Landes für VW-Chef Oliver Blume trotz der anhaltenden Herausforderungen des Konzerns erneut bekräftigt. Die Region, die als wichtiger Einflussfaktor auf den Autobauer gilt, drängt zugleich auf Bundesinvestitionen in die Verkehrsinfrastruktur.
Tonne forderte die Bundesregierung auf, ihre Finanzierungszusagen – insbesondere für Straßenprojekte in Niedersachsen – endlich umzusetzen. Gleichzeitig halten die Diskussionen über die Führung bei Volkswagen und den Umstieg auf Elektromobilität an.
Niedersachsen hält 20 Prozent der Stimmrechte an Volkswagen und ist mit zwei Sitzen im Aufsichtsrat vertreten. Trotz der aktuellen Schwierigkeiten des Konzerns bleibt das Land Blume die Treue. Tonne machte deutlich, dass er sich nicht in die internen Debatten um Blumes Position einmischen werde, und betonte, der Fokus müsse auf der Erholung Volkswagens liegen.
Kritik übte der Minister an Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder, der seiner Ansicht nach eher Hindernisse als Lösungen bei Verkehrsprojekten in den Vordergrund stelle. Tonne forderte, Schnieder solle klare Prioritäten für die Infrastrukturarbeit setzen – etwa beim Ausbau und der Modernisierung von Autobahnen wie der A20 in Niedersachsen.
Als Reaktion darauf hat Schnieder inzwischen Baustartfreigaben für mehrere Bundesfernstraßenprojekte in der Region erteilt. Dies signalisiert, dass die Bundesregierung die geplanten Investitionen vorantreibt und die bereitgestellten Mittel für alle baureifen Vorhaben einsetzt. Tonne erwartet, dass diese Zusagen eingehalten werden, damit das niedersächsische Verkehrsnetz die dringend benötigten Aufwertungen erhält.
Neben der Infrastruktur unterstützt Niedersachsen Volkswagens Kurs in Richtung Elektromobilität. Zwar hat der Konzern seine Ziele noch nicht erreicht, doch Tonne hält eine Wende für machbar – vorausgesetzt, Führung und Investitionen bleiben stabil.
Blumes Position als VW-Chef scheint vorerst gesichert, da Niedersachsen fest zu ihm steht. Der Druck des Landes auf die Bundesregierung hat zudem Fortschritte bei Straßenprojekten gebracht, darunter wichtige Abschnitte der A20.
Mit den erteilten Baustartfreigaben und den bereitgestellten Mitteln wird sich nun zeigen, ob die versprochenen Modernisierungen tatsächlich umgesetzt werden. Parallel läuft bei Volkswagen der Wandel zur E-Mobilität weiter – doch der Erfolg hängt davon ab, die aktuellen Rückschläge zu überwinden.
