Niedersachsen führt vor der Landtagswahl 2027 drei neue Wahlkreise ein
Dora CichoriusNiedersachsen bekommt drei neue Wahlkreise - Niedersachsen führt vor der Landtagswahl 2027 drei neue Wahlkreise ein
Niedersachsen wird vor der Landtagswahl 2027 drei neue Wahlkreise einrichten. Die Änderung folgt einem Urteil des Landesverfassungsgerichts von 2024, das die bisherigen Wahlkreisgrenzen für verfassungswidrig erklärte. Die Abgeordneten billigten die Reform mit Unterstützung von SPD und Grünen, während CDU und AfD dagegen stimmten.
Im Jahr 2022 wiesen 33 der 87 Wahlkreise des Landes mehr als 15 Prozent mehr oder weniger wahlberechtigte Bürger auf als der Durchschnitt von 69.710. Das Landesverfassungsgericht urteilte später, dass diese Ungleichheiten verfassungswidrig seien, und erzwang damit eine Neuaufteilung der Wahlkreiskarte.
Die neuen Wahlkreise – Rastede/Varel, Nordhorn und Vechta-Süd – bringen die Gesamtzahl auf 90. Die Reform zielt darauf ab, die Zahl der Wahlberechtigten zwischen den Kreisen gleichmäßiger zu verteilen. Allerdings gibt es keine offiziellen Daten darüber, wie viele Wahlberechtigte es in den betroffenen Gebieten genau gibt oder wie sie im Vergleich zum Durchschnitt von 2022 abschneiden.
Die Anpassung stellt sicher, dass die verfassungsrechtlichen Vorgaben vor der nächsten Wahl erfüllt werden. Die drei zusätzlichen Sitze treten 2027 in Kraft. Die Entscheidung spiegelt das Bestreben wider, frühere Ungleichgewichte bei der Vertretung der Wähler zu korrigieren.
