03 March 2026, 12:18

Niedersachsen revolutioniert Vergaberecht: Schnellere Projekte, faire Löhne

Ein Plakat mit zwei Personen vor Bergen und Bäumen, mit dem Text "Was unser Freihandel bedeutet - Britischer Granit Arbeiter - Die faire Löhne Klausel ist in Ordnung, aber ich will Arbeit."

Niedersachsen bindet Vergabe von Aufträgen an Tariflöhne - Niedersachsen revolutioniert Vergaberecht: Schnellere Projekte, faire Löhne

Niedersachsen führt neues Grundgesetz für schnellere öffentlichen Dienst Aufträge und faire Löhne ein

Mit einer Reform will Niedersachsen bürokratische Hürden abbauen und öffentliche Gelder zügiger in lokale Projekte lenken. Die Neuerung soll Verfahren beschleunigen und gleichzeitig faire Bezahlung sichern. Wirtschaft und Gewerkschaften haben bereits auf die Änderungen reagiert.

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Der Prozess der öffentlichen Auftragsvergabe wird vereinfacht: Weniger Papierkram und höhere Schwellenwerte für Direktvergaben sollen Bauvorhaben und kommunale Projekte beschleunigen. Die Behörden erhoffen sich, dass die Mittel so schneller bei den Vorhaben ankommen.

Nach den neuen Regeln müssen Unternehmen, die sich um öffentliche Aufträge bewerben, die in Tarifverträgen festgelegten Löhne zahlen. Verstöße können mit Bußgeldern oder dem Entzug von Aufträgen geahndet werden. Eine spezielle Kontrollstelle wird stichprobenartig prüfen, ob die Lohnvorgaben eingehalten werden.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) begrüßt das Gesetz als Schritt zu fairer Bezahlung und effizienterer Verwendung öffentlicher Mittel. Noch ist jedoch unklar, wie viele Kommunen konkret profitieren werden – auch Beispiele für beschleunigte Ausschreibungen fehlen bisher.

Die Reform verbindet strengere Lohnregeln mit vereinfachten Vergabeverfahren. Unternehmen, die die neuen Standards nicht erfüllen, müssen mit Sanktionen rechnen. In den kommenden Monaten sollen unangekündigte Kontrollen die Einhaltung überwachen.