27 December 2025, 04:51

Niedersachsen schafft ab 2026 bürokratische Hürden bei Fördergeldern ab

Luftaufnahme einer Stadt mit einem Metallstabzaun im Vordergrund, Gebäuden und einem Fluss, mit Text am unteren Bildrand.

"Neue Kultur des Vertrauens" - Land senkt Anforderungen für Fördergelder - Niedersachsen schafft ab 2026 bürokratische Hürden bei Fördergeldern ab

Niedersachsen baut ab 2026 Bürokratie bei Landesfördermitteln ab

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Die neuen Regelungen, die Finanzminister Gerald Heere am 17. November 2025 vorstellte, sollen Empfängern mehr Spielraum geben und den Papierkram reduzieren. Sie treten am 1. Januar in Kraft und gelten für alle neuen Förderprogramme des Landes.

Ziel der Änderungen ist es, die Verwaltung von Zuschüssen zu vereinfachen. Künftig entfallen detaillierte Prüfungen jedes einzelnen Ausgabenberichts – stattdessen setzen die Behörden auf Stichproben für gründliche Kontrollen. Kleine Projekte werden zudem von Zwischenberichten befreit, während die Frist für die Mittelverwendung verlängert wird.

Eine weitere wichtige Neuerung ist die Anhebung der Bagatellgrenze für Rückforderungsansprüche. Dadurch sinkt die Zahl der Fälle, in denen Empfänger geringfügige Mehrausgaben zurückerstatten müssen. Zudem trennt die Landesregierung Beschaffungsvorschriften von den Förderrichtlinien, was Budgetanpassungen ohne ständige Aufsicht erleichtert. Die Behörden erhoffen sich dadurch eine schnellere Auszahlung der Mittel. Verzögerungen gab es in der Vergangenheit oft wegen der strengen Kontrolle öffentlicher Gelder. Der neue Ansatz, der als "Vertrauenskultur" beschrieben wird, zielt besonders auf überflüssige Bürokratie – vor allem für Kommunen und nicht-öffentliche Empfänger.

Von den Reformen betroffen sind alle Antragsteller, Zuwendungsempfänger und Verwaltungsstellen in Niedersachsen. Durch weniger Formularzwang und mehr Flexibilität erwartet das Land eine zügigere Umsetzung von Projekten. Die Änderungen treten offiziell am 1. Januar 2026 in Kraft.