Niedersachsen steht still: Flächendeckende Streiks im öffentlichen Dienst ab Montag
Leila BlochNiedersachsen steht still: Flächendeckende Streiks im öffentlichen Dienst ab Montag
Öffentlicher Dienst in Niedersachsen: Flächendeckende Streiks ab nächster Woche
In ganz Niedersachsen werden Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in der kommenden Woche zu umfangreichen Streiks aufrufen. Die von der Gewerkschaft Ver.di organisierten Arbeitsniederlegungen werden zu Einschränkungen in den Bereichen Gesundheitsversorgung, Bildung und Verkehr führen. Für den 3. Februar ist eine zentrale Kundgebung vor dem Finanzministerium in Hannover geplant.
Die Streiks beginnen bereits am 2. Februar: Mitarbeiter der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) werden ihre Arbeit bis zum 4. Februar niederlegen. Auch der Winterdienst in Hannover, Hameln und Hildesheim wird in diesem Zeitraum eingestellt.
Vom 3. bis 5. Februar schließen sich Beschäftigte von IT.Niedersachsen den Protesten an, wodurch der technische Vor-Ort-Support und die Störungsmeldungen eingeschränkt werden. Am selben Tag findet um 10:30 Uhr eine Großkundgebung vor dem Finanzministerium statt, an der Finanzminister Gerald Heere teilnehmen soll. Im Anschluss wird eine Demonstration zur Goseriede-Platz führen.
Weitere Beeinträchtigungen gibt es ab dem 4. Februar, wenn die Belegschaft des Universitätsklinikums Göttingen (UMG) bis zum 6. Februar streikt. Auch Mitarbeiter der Leibniz Universität Hannover, der Hochschule Hannover, des Landesamts für Statistik sowie von Umweltbehörden werden sich an den Arbeitsniederlegungen beteiligen.
Die Streiks werden Krankenhäuser, Hochschulen und Verkehrsnetze in der gesamten Region betreffen. Viele öffentliche Einrichtungen müssen mit reduziertem Personal auskommen oder vorübergehend schließen. Hintergrund der Aktion sind die anhaltenden Tarifkonflikte zwischen Ver.di und den öffentlichen Arbeitgebern über Löhne und Arbeitsbedingungen.
