Niedersachsens Bauern blockieren Straßen gegen EU-Mercosur-Deal am 12. Oktober
Leila BlochVerkehrsbehinderungen wegen Bauernprotesten erwartet - Niedersachsens Bauern blockieren Straßen gegen EU-Mercosur-Deal am 12. Oktober
Landwirte in Niedersachsen bereiten sich darauf vor, am 12. Oktober mit Traktoren Straßen zu blockieren, um gegen das EU-Mercosur-Freihandelsabkommen zu protestieren. Sie befürchten, dass das Abkommen den Markt in den EU-Ländern mit günstigeren Importen überschwemmt und heimische Erzeuger verdrängt. Die Kundgebungen sind Teil eines bundesweiten Aktionstags.
Die Proteste finden in mehreren Landkreisen statt, darunter Hameln-Pyrmont und Schaumburg. Zwischen 7 und 17 Uhr ist mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen, da Landwirte mit ihren Maschinen wichtige Verkehrswege blockieren. Ähnliche Aktionen sind auch in anderen Regionen geplant; die Organisatoren koordinieren eine bundesweite Protestwelle.
Vor Ort führen Landwirteverbände den Widerstand an. Der Landvolk Niedersachsen, dessen Vorsitzender Dr. Holger Hennies ist, gehört zu den lautesten Kritikern des Abkommens. Auch Kreisvorsitzende und Basisinitiativen wie Land schafft Verbindung haben Unterstützung mobilisiert. Zwar gibt es keine zentrale Führungsfigur, doch arbeiten regionale Vertreter und Aktivisten gemeinsam gegen das Abkommen. Die Landwirte argumentieren, dass das Freihandelsabkommen sie in Europa ungerechter Konkurrenz aussetzen würde. Sie werfen den Mercosur-Staaten niedrigere Produktionsstandards vor, die billigere Waren ermöglichen und ihre Existenz bedrohen. Mit den Demonstrationen wollen sie die Politik zum Umdenken zwingen.
Am 12. Oktober werden Traktoren in ganz Niedersachsen und darüber hinaus Straßen blockieren. Die Organisatoren warnen vor erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen, während die Landwirte einen Stopp des EU-Mercosur-Abkommens fordern. Der Ausgang dieser Proteste könnte künftige Handelsverhandlungen und Agrarpolitik in Europa beeinflussen.
