07 February 2026, 14:35

Niedersachsens Polizei fordert faire Löhne und bessere Arbeitszeiten – doch wird die Politik handeln?

Eine Gruppe von Polizisten in Uniform steht vor einer Menge von Menschen in schwarzen Uniformen und Masken, mit einer Brücke und einem Gebäude im Hintergrund, während einer Demonstration in einer Stadt.

Niedersachsens Polizei fordert faire Löhne und bessere Arbeitszeiten – doch wird die Politik handeln?

Die Gewerkschaft der Polizei Niedersachsen (DPolG) fordert umfassende Reformen bei Bezahlung und Arbeitsbedingungen. Beamte erhalten derzeit nur geringe Zuschläge für unattraktive Arbeitszeiten – also Nachtschichten, Wochenenden und Feiertage. Die Gewerkschaft argumentiert, dass fairere Löhne helfen würden, Personal zu gewinnen und zu halten, besonders angesichts des Fachkräftemangels.

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Im Mittelpunkt der Forderungen steht eine pauschale Erhöhung des Zuschlags für unattraktive Dienstzeiten (DuZ). Die DPolG schlägt vor, diesen auf 5 Euro pro Stunde für Nachtdienste und Feiertagsarbeit anzuheben. Zudem fordert sie eine grundlegende Reform des Zuschlagssystems mit regelmäßigen Überprüfungen, um die Vergütung wettbewerbsfähig zu halten.

Auch Führungspositionen sollen besser gestellt werden: Die Gewerkschaft besteht darauf, dass Aufsichtsstellen in die Besoldungsgruppe A 12 hochgestuft werden – eine Anerkennung für die höhere Verantwortung, etwa bei der Leitung von Streifen-, Einsatz- oder Sondereinsatzkommandos.

Doch es geht nicht nur um Gehälter. Die DPolG drängt die Landesregierung, in moderne Ausstattung und zusätzliches Personal zu investieren. Diese Maßnahmen seien unverzichtbar, um die Einsatzfähigkeit der Polizei zu sichern. Nun stehen Haushaltsverhandlungen im Fokus, bei denen die Gewerkschaft konkrete Zusagen der Politik einfordert.

Hintergrund der Reformbestrebungen ist die zunehmende Belastung im Polizeidienst. Lange, unregelmäßige Arbeitszeiten bei geringer zusätzlicher Vergütung prägen den Alltag vieler Beamter. Die Vorschläge der DPolG zielen darauf ab, diese Missstände direkt anzugehen und bessere Rahmenbedingungen für die oft hochbelasteten Kräfte zu schaffen.

Die Forderungen umfassen höhere Zuschläge, bessere Bezahlung für Führungspositionen sowie mehr Ressourcen. Sollten die Pläne umgesetzt werden, wäre dies ein bedeutender Schritt für die Vergütung der niedersächsischen Polizei. Die anstehenden Haushaltsgespräche werden zeigen, ob das Land die Reformen auf den Weg bringt.