14 March 2026, 08:19

Norbert Himmler bleibt trotz Quotentiefs und Skandalen ZDF-Intendant

Titelseite einer deutschen Zeitung vom 13. November 1939 mit der Schlagzeile "Weitpreubliche Zeitung", die eine Gruppe von Menschen in traditioneller deutscher Kleidung zeigt, die feierlich wirkt.

Norbert Himmler bleibt trotz Quotentiefs und Skandalen ZDF-Intendant

Norbert Himmler bleibt nach einer einstimmigen Entscheidung des Rundfunkrats für eine weitere Amtszeit Intendant des ZDF. Seine Wiederbestellung erfolgt trotz anhaltender Kritik an sinkenden Einschaltquoten und jüngsten Kontroversen um den Sender. Der 53-Jährige hat fast seine gesamte Karriere beim öffentlichen Rundfunk verbracht – beginnend als Volontär im Jahr 1998.

Geboren 1971 in Mainz, studierte Himmler Politikwissenschaft und Germanistik, bevor er als studentische Hilfskraft zum ZDF stieß. Im Laufe der Jahre stieg er auf: zunächst als Assistent des Chefredakteurs, später als Leiter der Programmplanung, bevor er die Fiction-Abteilung und den Digitalsender ZDFneo verantwortete.

2014 setzte er als Programmdirektor die langjährige Unterhaltungsshow Wetten, dass..? ab – um sie 2021, nun als Intendant, überraschend wiederzubeleben. Die Neuauflage bei RTL erreichte zunächst 4,42 Millionen Zuschauer, doch die Quoten brachen seither ein. 2025 lag die Zuschauerzahl bei unter 1,8 Millionen – ein Rückgang von über 50 Prozent.

Himmlers zweite Amtszeit beginnt in einer Phase anhaltender Prüfung. Ein jüngster Skandal um KI-generierte Bilder in der heute-Sendung löste Empörung aus, während Kritiker dem ZDF vorwerfen, zu sehr auf bewährte Formate zu setzen. Trotz dieser Herausforderungen gab es keinen ernsthaften Gegenkandidaten für seine Wiederwahl. Sein Jahresgehalt bleibt bei 372.000 Euro unverändert.

Die Entscheidung unterstreicht Himmlers langjährigen Einfluss beim ZDF, wo er seit mehr als 25 Jahren tätig ist. Nun steht er vor der Aufgabe, den Zuschauerverlust zu stoppen und das Programm zu modernisieren. Die Unterstützung des Rundfunkrats signalisiert trotz der laufenden Debatten über die Ausrichtung des Senders weiterhin Vertrauen in seine Führung.

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