Nordhorns bewegende Gedenkfeier für die Opfer des Holocaust und Auschwitz
Leila BlochNordhorns bewegende Gedenkfeier für die Opfer des Holocaust und Auschwitz
Nordhorn gedenkt der Opfer des Holocaust mit jährlicher Gedenkveranstaltung
Am 27. Januar fand in Nordhorn die jährliche Gedenkfeier zum Holocaust-Gedenktag statt – an dem Tag, der 1945 an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz erinnert. Rund 100 Menschen versammelten sich in der Kreuzkirche zu einer Veranstaltung mit Reden, Musik und Beiträgen von Schülerinnen und Schülern. Der Tag dient bundesweit als Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus und wird seit 1996 in ganz Deutschland begangen.
Moderatorin Marianne Schnelle eröffnete die feierliche Veranstaltung und begrüßte die Anwesenden zu diesem würdevollen Anlass. Bürgermeister Thomas Berling hielt eine Gedenkrede, in der er die Notwendigkeit betonte, die unter der NS-Diktatur verübten Gräueltaten wachzuhalten.
Der Holocaust-Überlebende Lodewijk van Mourik teilte seine persönliche Geschichte und vermittelte damit eine kraftvolle Botschaft von Widerstandsfähigkeit und Hoffnung. Sein Bericht schuf eine direkte Verbindung zu den historischen Ereignissen, derer gedacht wurde.
Schülerinnen und Schüler der Freiherr-vom-Stein-Schule trugen mit einer theatralischen Aufführung und einem Videoprojekt zur Veranstaltung bei. Ihre Arbeiten zeigten fiktive Postkarten von lokalen Opfern der NS-Zeit und verleihen der Erinnerung damit eine persönliche und regionale Dimension. Musiker der Nordhorner Musikschule umrahmten die Feier mit musikalischen Darbietungen und unterstrichen so die nachdenkliche Atmosphäre.
Die Gedenkveranstaltung in Nordhorn ist Teil einer bundesweiten Tradition, bei der Städte wie Dresden, Koblenz und Wismar ähnliche Formate pflegen. Dazu zählen oft das Verlesen der Namen von Opfern, Besuche auf jüdischen Friedhöfen oder die Würdigung der Stolpersteine – jener Gedenksteine im Boden, die an das Schicksal einzelner Verfolgter erinnern.
Die Feier in Nordhorn brachte Überlebende, Jugendliche und lokale Vertreter zusammen, um der unter der NS-Herrschaft Verfolgten zu gedenken. Durch Reden, Aufführungen und Musik sorgte die Veranstaltung dafür, dass die Erinnerung an die Opfer in der Gemeinschaft lebendig bleibt. Diese jährliche Gedenkstunde dient weiterhin als Mahnung, die Lehren der Geschichte für kommende Generationen zu bewahren.
