Old Texas Town in Spandau: Scheitern der Verhandlungen droht mit Park-Schließung
Sylvio ThiesOld Texas Town in Spandau: Scheitern der Verhandlungen droht mit Park-Schließung
Ungewisse Zukunft für Old Texas Town: Verhandlungscheit gefährdet Western-Park in Berlins Spandau
Die Zukunft von Old Texas Town, einem Western-Themenpark im Berliner Bezirk Spandau, bleibt ungewiss. Die Verhandlungen zwischen dem Grundstückseigentümer und dem örtlichen Bezirksamt sind gescheitert, wodurch die Betreiber des Parks in einer rechtlichen Grauzone zurückbleiben. Streitpunkt ist die geplante Bebauung des Geländes sowie der abgelaufene Pachtvertrag des Old Texas Town-Vereins.
Die Gespräche platzten, nachdem das Bezirksamt die Erteilung einer vorläufigen Baugenehmigung verweigerte. Der Eigentümer, die Firma Dr. Aldinger & Fischer, hatte eine fünfjährige Übergangsregelung vorgeschlagen – doch der Bezirk lehnte ab. Das Unternehmen pocht auf eine mittelfristige gewerbliche Entwicklung des Areals, die nach dem aktuellen Bebauungsplan jedoch nicht zulässig ist.
Das Bezirksamt Spandau betont, man habe erhebliche Zugeständnisse gemacht, darunter eine Sicherheit für den Park von bis zu acht Jahren. Eine Rechtsunsicherheit werde nicht in Kauf genommen, heißt es – Planungsverlässlichkeit gelte für alle Beteiligten gleichermaßen. Der Eigentümer jedoch wollte sich nicht auf eine Toleranzfrist von mehr als fünf Jahren einlassen.
Ohne Einigung droht dem Old Texas Town-Verein nun eine Räumungsklage durch Dr. Aldinger & Fischer. Der Pachtvertrag ist bereits ausgelaufen, doch die Initiative hofft weiterhin auf einen Verbleib am Standort.
Mit dem Scheitern der Verhandlungen bleibt die Zukunft des Parks vorerst offen. Der Verein kündigte an, sich gerichtlich zur Wehr zu setzen, während das Bezirksamt an seinen Planungsvorgaben festhält. Weitere Gespräche zwischen den Parteien sind derzeit nicht vorgesehen.






