Ölverschmutzung in Papenburg: Leck an Binnenschiff verursacht Umweltalarm
Sylvio ThiesÖlverschmutzung in Papenburg: Leck an Binnenschiff verursacht Umweltalarm
Binnenschiff lässt ölhaltiges Bilgenwasser in Papenburger Hafenbecken laufen
Am Donnerstagabend trat aus einem 85 Meter langen Binnenschiff ölverschmutztes Bilgenwasser in das Hafenbecken von Papenburg aus. Der Vorfall ereignete sich während der Beladung des Schiffes mit 1.105 Tonnen Torf. Die Behörden ermitteln nun zur Ursache und koordinieren die Maßnahmen zur Schadensbegrenzung.
Nach aktuellen Erkenntnissen hat treibendes Eis auf der Ems die Außenhülle des Schiffes beschädigt und dabei ein etwa zwei Zentimeter großes Leck verursacht. Durch diese Öffnung drangen schätzungsweise fünf bis sechs Kubikmeter Wasser in das Schiff ein.
Die Besatzung konnte das Leck vorläufig abdichten und das eingedrungene Wasser abpumpen. Verletzte gab es nicht, und erste Untersuchungen deuten darauf hin, dass kein Fehlverhalten der Crew vorliegt.
Das Verkehrslenkungszentrum Ems hat dem Schiff inzwischen ein Auslaufverbot erteilt, bis die Reparaturen den behördlichen Anforderungen entsprechen. Die Ermittlungen dauern an; weitere Schritte hängen von Umwelt- und Sicherheitsprüfungen ab.
Das Schiff bleibt vorerst im Hafen, bis die Behörden bestätigen, dass die Instandsetzungsarbeiten den Vorschriften entsprechen. Die Dauer der Sperre richtet sich nach den Bewertungen gemäß Wasserhaushaltsgesetz, die je nach Einzelfall variieren können. Ein konkreter Zeitplan für die Freigabe des Schiffes steht derzeit noch nicht fest.
