24 January 2026, 12:35

Osnabrück reformiert Ganztagsgrundschule für mehr Flexibilität der Familien

Eine Gruppe von Kindern sitzt an Tischen in einem Klassenzimmer mit Büchern und anderen Gegenständen auf den Tischen, mit Tafeln und Fenstern im Hintergrund.

Osnabrück reformiert Ganztagsgrundschule für mehr Flexibilität der Familien

Osnabrück passt sein Ganztagsgrundschulmodell an, um Familien mehr Flexibilität zu bieten. Ab dem Schuljahr 2026/27 wird eine zusätzliche Abholzeit eingeführt. Die Maßnahme folgt dem Feedback von Eltern, die anpassungsfähigere Betreuungsmöglichkeiten benötigen.

Bürgermeisterin Katharina Pötter betonte, die Entscheidung trage sowohl den Bedürfnissen der Familien als auch der Schulplanung Rechnung. Die Stadt wolle hohe Standards beibehalten und sich gleichzeitig an unterschiedliche Tagesabläufe anpassen.

Ab 2026/27 steht Eltern eine weitere Abholoption für ihre Kinder zur Verfügung. Dieser Zeitrahmen beginnt frühestens 90 Minuten nach Ende des regulären Schultags. Schülerinnen und Schüler, die zu diesem Zeitpunkt abgeholt werden, gelten weiterhin als Ganztagsschüler – ohne Auswirkungen auf die Personalplanung.

Jeder Schulträger entscheidet eigenständig, ob die neue Abholzeit eingeführt wird. Erster Stadtrat Wolfgang Beckermann unterstrich, dass die Flexibilisierung nicht zu Lasten der Qualität des Ganztagsangebots gehe. Finanzierung, Personalausstattung und pädagogische Standards bleiben unverändert.

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Weitere Änderungen folgen 2027/28: Die Nachmittagsbetreuung (Hort) wechselt zu einem tageweisen Buchungssystem und löst damit die bisherigen festen Wochen- oder Freitagsgruppen ab. Zudem können Familien die Ferienbetreuung künftig unabhängig von der Betreuung während der Schulzeit buchen. Die Anpassungen sollen den unterschiedlichen Arbeitszeiten von Eltern und Erziehungsberechtigten besser gerecht werden.

Stadtvertreter beschrieben die Neuerungen als Schritt, um Betreuungsangebote stärker an den Alltag anzupassen. Die Schulen behalten ihre bisherigen Ressourcen, bieten Familien aber individuellere Lösungen.

Die Umstellungen erfolgen in zwei Phasen über die kommenden beiden Schuljahre. Die Schulen sichern ihre bestehende Ausstattung und ihr Personal, während Eltern mehr Wahlmöglichkeiten erhalten. Die Reformen zeigen Osnabrücks Bestreben, das Bildungssystem an die Bedürfnisse moderner Familien anzupassen.