02 May 2026, 18:28

Osnabrücks Kita-Ausbau droht 2024 ohne Landesgelder zu scheitern

Plakat zur Unterstützung des American Rescue Plan, das Text enthält, der besagt, dass es die Kinderarmut in den USA halbieren würde, und ein Bild einer vielfältigen Gruppe von Menschen zeigt.

Osnabrücks Kita-Ausbau droht 2024 ohne Landesgelder zu scheitern

Osnabrück hat bei der Ausweitung der Kinderbetreuung stetige Fortschritte gemacht und fast alle Stellen in seinen Kitas besetzt. Doch trotz jahrelanger Investitionen steht die Stadt nun vor einer neuen Herausforderung: Für den Bau von Kitas sind im Jahr 2024 keine Landesmittel vorgesehen. Lokale Vertreter fordern dringend Maßnahmen, um die Finanzierungslücke zu schließen.

Seit 2009 hat Osnabrück 113 Millionen Euro in den Bau von Kinderbetreuungseinrichtungen investiert, um das gesetzlich verankerte Recht auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab dem ersten Lebensjahr zu erfüllen. Das Land steuerte in diesem Zeitraum jedoch nur knapp 8 Millionen Euro bei. Zwar haben Stadt und freie Träger alle verfügbaren rechtlichen und finanziellen Fördermöglichkeiten ausgeschöpft, doch der Landesanteil an den Betriebskosten liegt weiterhin bei etwa einem Drittel.

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Die lokalen Bemühungen zur Gewinnung und Bindung von Fachkräften begannen im Sommer 2022. Dazu zählen die Ausbildung von Spezialisten, Umschulungsprogramme für Quereinsteiger, Weiterbildungsangebote, die Einrichtung von Springerpools sowie Marketingkampagnen. Infolgedessen sind nun nahezu alle Stellen in den städtischen Kitas besetzt.

Wolfgang Beckermann, ein lokaler Vertreter, kritisierte das mangelnde Engagement des Landes scharf. Er forderte umgehende Korrekturmaßnahmen, darunter eine Mitfinanzierung des Kita-Baus. Beckermann zeigte sich enttäuscht über die begrenzte Unterstützung durch das Land und betonte, dass mehr Mittel nötig seien, um die erreichten Fortschritte zu sichern.

Der Ausbau der Kinderbetreuung in Osnabrück basiert bisher vor allem auf eigenen Finanzmitteln und Personalstrategien der Stadt. Ohne Landeszuschüsse für den Bau im Jahr 2024 könnte die weitere Entwicklung ins Stocken geraten. Nun wartet man auf eine Reaktion des Landes auf die Forderung nach höherer finanzieller Unterstützung.

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