13 December 2025, 10:31

Özdemir setzt auf Dialog mit der Autoindustrie statt auf Konfrontation

Ein grünes Oldtimer-Auto fährt auf einer Straße mit Bäumen und Wiesen im Hintergrund unter einem klaren Himmel.

Özdemir setzt auf Dialog mit der Autoindustrie statt auf Konfrontation

Özdemir wirbt für Dialog mit der Autoindustrie

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Anreißer Der Spitzenkandidat der Grünen für die Landtagswahl in Baden-Württemberg, Cem Özdemir, warnt seine Partei davor, Unternehmen von der Debatte über die Zukunft der Automobilbranche auszuschließen.

"Ich werde alles dafür tun, dass das Auto der Zukunft in Untertürkheim, in Zuffenhausen, in Rastatt und in Neckarsulm vom Band rollt", sagte er am Sonntag auf dem Grünen-Parteitag in Hannover.

Veröffentlichungsdatum 30. November 2025, 10:14 Uhr

Schlagwörter Technologie, Politik und Gesetzgebung, Innenpolitik

Artikeltext Cem Özdemir, Spitzenkandidat der Grünen für die Landtagswahl in Baden-Württemberg, hat zu einer engeren Zusammenarbeit mit den Automobilherstellern aufgerufen, während die Branche vor tiefgreifenden Veränderungen steht. Er betonte, dass die Produktion zukünftiger Fahrzeuge in zentralen deutschen Standorten wie Stuttgart, Wolfsburg und München gesichert werden müsse. Sein Ansatz setzt auf Kooperation statt auf Konfrontation mit den Herstellern.

Özdemir warnte davor, die Automobilkonzerne von den Diskussionen über die Zukunft der Branche auszuschließen. Stattdessen forderte er die Grünen auf, gemeinsam mit Unternehmen, Zulieferern und Beschäftigten Lösungen zu erarbeiten, anstatt Entscheidungen über ihre Köpfe hinweg zu treffen. Sein Konzept basiert auf Zuhören und gemeinschaftlichem Handeln.

Besonders hob er die Bedeutung der Produktionsstandorte Untertürkheim, Zuffenhausen und Rastatt hervor. Weitere zentrale Werke sind Neckarsulm, Ingolstadt und München. Özdemirs Haltung steht damit im Kontrast zu konfrontativeren Positionen innerhalb seiner Partei.

Unterdessen haben die Grünen ihre Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl 2025 bekannt gegeben: Heidi Reichinnek und Jan van Aken führen den Wahlkampf an, während Robert Habeck als Kanzlerkandidat aufstellt. Für die Wahl des Bundespräsidenten wurde bisher kein grüner Kandidat nominiert.

Özdemirs Plädoyer für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zielt darauf ab, Deutschlands führende Rolle als Automobilstandort zu sichern. Sein Fokus auf die Einbindung der Industrie markiert eine Abkehr von strengeren Regulierungsvorschlägen. Die Auswirkungen könnten sowohl die regionale als auch die nationale Industriepolitik in den kommenden Jahren prägen.