Panter-Preis 2026: Diese sieben Medienprojekte kämpfen um die Auszeichnung für basisdemokratischen Journalismus
Dora CichoriusPanter-Preis 2026: Diese sieben Medienprojekte kämpfen um die Auszeichnung für basisdemokratischen Journalismus
Sieben basisdemokratische Medienprojekte sind für den Panter-Preis 2026 nominiert worden. Die Auszeichnung würdigt unabhängigen, kritischen und widerstandsfähigen Journalismus in ganz Deutschland. Das diesjährige Motto unterstreicht die zentrale Bedeutung von gemeindegetragenen Medien für die Förderung öffentlicher Debatten und den Zugang zu Informationen.
Zu den Nominierten gehört RUMS, ein Medienprojekt aus Münster, das 2020 gegründet wurde. Sein Kernangebot ist ein mehrwöchentlich erscheinender E-Mail-Newsletter, der lokale Nachrichten und Analysen direkt an Abonnenten liefert. Ein weiterer Anwärter ist Radio Connection, das seit 2019 in Berlin aktiv ist und wöchentliche mehrsprachige Sendungen aus einem mobilen Studio produziert.
Auf der Liste stehen auch langjährige Initiativen. Die Studentenzeitung UnAufgefordert erscheint seit dem 17. November 1989 alle zwei Monate in Print und online. Radio CORAX fungiert seit dem 1. Juli 2000 als unabhängiger, basisdemokratischer Radiosender in Halle. Der lichtblick, Deutschlands einzige unabhängige Gefangenenzeitung, erscheint seit 1968 ohne Zensur.
Auch Medienbildung und Kulturberichterstattung werden gewürdigt. nah:dran – Medien für alle bietet Workshops und eine Jugendpressemediathek an, um junge Menschen für Journalismus zu begeistern. Berndt Media Publishing produziert kostenlose Monatsmagazine zu lokaler Kultur und Kino, die im Rhein- und Ruhrgebiet verteilt werden.
Die öffentliche Abstimmung für den Publikumspreis beginnt am 8. Juni 2026 und endet am 27. Juni. Die Preisträger werden am 14. Oktober 2026 um 18 Uhr im Hamburger Museum der Arbeit bekannt gegeben – im Rahmen der Woche der Pressefreiheit der Stadt.
Der Panter-Preis 2026 zeigt die Vielfalt der deutschen Graswurzel-Medienlandschaft. Von Gefangenenjournalismus über mehrsprachiges Radio bis hin zu Jugendbildung spiegeln die Nominierungen ein Engagement für unabhängige Berichterstattung wider. Die endgültige Entscheidung setzt sich aus Jury-Bewertungen und den Stimmen der Öffentlichkeit zusammen.






