PGIM drängt mit Miet-Reihenhäusern in den deutschen Wohnungsmarkt
PGIM, eine Tochtergesellschaft von Prudential Financial, plant den Einstieg in den deutschen Reihenhausmarkt. Das Unternehmen will Wohnhäuser in Pendlerregionen nahe großer Städte entwickeln und vermieten. Damit wagt sich ein institutioneller Investor in einen hierzulande selten bedienten Bereich des Einfamilienhaussektors.
Der Fokus liegt auf langfristigen Mietverträgen statt auf dem Verkauf der Immobilien. Die monatlichen Mieten sollen zwischen 1.700 und 1.800 Euro liegen, was 17 bis 18 Euro pro Quadratmeter entspricht. Die Baukosten werden auf 1.900 bis 2.000 Euro pro Quadratmeter geschätzt.
Für mehr Effizienz setzt PGIM auf modularen Wohnungsbau. Geplant sind Standorte in Speckgürteln um große Ballungsräume. Sebastiano Ferrante, Chef von PGIM Europe, bestätigte das Interesse des Unternehmens an diesem wachsenden Marktsegment.
Der Schritt erfolgt zu einer Zeit, in der Bauträger zunehmend auf Vorverkäufe angewiesen sind, um Finanzierungen zu sichern. Große Investoren wie PGIM springen ein und übernehmen teilweise Garantien für diese Verkäufe, um eine Marktlücke zu schließen. Bisher waren institutionelle Anleger im deutschen Einfamilienhaussektor kaum präsent.
PGIMs Engagement könnte die Finanzierung und Vermietung von Reihenhäusern in Deutschland verändern. Durch den Fokus auf modularen Bau und langfristige Mietverträge könnte das Unternehmen künftige Wohnprojekte prägen. Bei Erfolg könnte das Modell weitere institutionelle Investoren in den Sektor ziehen.






