06 February 2026, 10:46

Politische Graffiti-Schmierereien erschüttern Göttingens Innenstadt und lösen Ermittlungen aus

Ein Schwarz-Weiß-Foto einer Wand mit sichtbaren Graffiti.

Politische Graffiti-Schmierereien erschüttern Göttingens Innenstadt und lösen Ermittlungen aus

Unbekannte Sprühdosen-Schänder beschmieren Göttingens Innenstadt mit politischen Parolen

In den frühen Morgenstunden des Mittwochs haben unbekannte Täter im Göttinger Stadtzentrum politische Parolen auf Gebäude, Denkmäler und Litfaßsäulen gesprüht. Die Botschaften bezogen sich auf den Nahostkonflikt. Die Behörden schätzen den entstandenen Schaden auf etwa 2.500 Euro.

Betroffen von den Vandalenakten sind mehrere markante Orte: Das Audimax der Universität Göttingen (Aula) und weitere Hochschulgebäude wurden beschmiert, ebenso die Statue Wilhelm IV. in der historischen Innenstadt. Auch Litfaßsäulen am Theaterplatz und ein Kriegsdenkmal an der Weender Landstraße trugen die gesprühten Parolen. Die Inhalte der Botschaften waren unterschiedlich, konzentrierten sich jedoch auf den Israel-Palästina-Konflikt.

Die Polizei bestätigte, dass die Ermittlungen nun vom Staatsschutz übernommen wurden. Im Raum stehen der Verdacht der Sachbeschädigung, die Verwendung von Symbolen verfassungsfeindlicher Organisationen sowie die mögliche Billigung von Straftaten. Zwar hat sich bisher keine Gruppe zu der Tat bekannt, doch richteten sich die Parolen offenbar gegen politische Positionen – darunter auch gegen Die Linke, der die Aktivistengruppe Lotta Antifascista vorwirft, Israel zu unterstützen.

Die Göttinger Polizei bittet nun um Zeugenhinweise. Wer Angaben zu dem Vorfall oder den Tätern machen kann, wird aufgefordert, sich zu melden. Nach deutschem Recht sind öffentliche Äußerungen, die zu Hass, Gewalt oder Antisemitismus aufstacheln, verboten – allerdings kann die Umsetzung je nach Region variieren.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Kosten für die Beseitigung der Schäden werden voraussichtlich rund 2.500 Euro betragen. Die Ermittler prüfen, ob die Parolen gegen Gesetze zu Hassrede oder die Förderung verfassungsfeindlicher Vereinigungen verstoßen. Der Fall bleibt vorerst offen, während die Behörden weitere Beweise sammeln.