Potsdam verbietet Smart Glasses in Schwimmbädern – Berlin bleibt bei alten Regeln
Francesco HeinrichPotsdam verbietet Smart Glasses in Schwimmbädern – Berlin bleibt bei alten Regeln
Potsdam hat ein Verbot für Smart Glasses in seinen öffentlichen Schwimmbädern eingeführt. Die Entscheidung folgt Bedenken wegen unerlaubter Aufnahmen, insbesondere von jungen Frauen. Berlin hingegen setzt auf bestehende Regeln statt auf neue Einschränkungen.
Das Verbot in Potsdam wurde auf Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen-Volt vom Stadtrat beschlossen. Beamte verwiesen auf Sorgen vor heimlichen Foto- und Videoaufnahmen ohne Einwilligung. Hauptziel ist es, zu verhindern, dass solche Aufnahmen in sozialen Medien geteilt werden.
Berlin hat sich dagegen entschieden, Smart Glasses explizit zu verbieten. Dort ist das Fotografieren von Fremden in öffentlichen Bädern bereits untersagt, und es gab bisher keine Vorfälle mit Smart Glasses. Das Personal und die Rettungsschwimmer achten auf die Einhaltung der geltenden Regeln, während Gäste Verstöße beim Badpersonal melden können.
Die unterschiedlichen Ansätze spiegeln verschiedene Risikobewertungen wider: Potsdam zielt mit seinem Verbot gezielt auf die Gefahr heimlicher Aufnahmen ab, während Berlin auf seine bestehenden Richtlinien setzt, um ähnliche Probleme zu lösen.
Potsdams neue Regelung wird nun in die Hausordnungen der Bäder aufgenommen. Berlins Schwimmbäder werden weiterhin die Einhaltung des bestehenden Fotoverbots überwachen. Beide Städte bleiben darauf bedacht, unerlaubte Aufnahmen in öffentlichen Räumen zu verhindern.






