Potsdams Toleranz-Festival feiert Vielfalt gegen wachsenden Extremismus
Francesco HeinrichPotsdams Toleranz-Festival feiert Vielfalt gegen wachsenden Extremismus
Potsdams Toleranz-in-Bewegung-Festival feiert Vielfalt und Weltoffenheit
Kürzlich fand in Potsdam das Toleranz-in-Bewegung-Festival statt – eine Hommage an die lange Tradition der Stadt als Ort der Offenheit und Diversität. Mit Sport, Spielen, Musik und kulturellen Angeboten zog die Veranstaltung lokale Verantwortungsträger und Organisationen in ihren Bann.
Veranstaltet wurde das Festival vom Neuen Potsdamer Toleranzedikt e. V., dem Fußballverein SV Babelsberg 03, der Pflegeeinrichtung Oberlinhaus sowie dem Medizintechnik-Hersteller Christoph Miethke. Potsdams Oberbürgermeisterin Noosha Aubel rief über Instagram die Bürgerinnen und Bürger zur Teilnahme auf und betonte, wie sehr sie diejenigen schätzt, die sich für Toleranz, Demokratie und eine Stadt für alle einsetzen.
Zur Eröffnung warnte Brandenburgs Kulturministerin Manja Schüle vor den wachsenden Gefahren des Extremismus. Sie verwies auf den zunehmenden Druck auf die offene Gesellschaft, der sich in Ausgrenzung, extremistischen Haltungen und einer Zunahme rassistischer Angriffe äußere.
Das Festival erinnerte auch an das historische Potsdamer Edikt von 1685, mit dem Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg französischen Hugenotten die Ansiedlung in der Region ermöglichte – ein wichtiger Schritt für den Wiederaufbau nach dem Dreißigjährigen Krieg. 2008 wurde das Neue Potsdamer Toleranzedikt verabschiedet, das die Verpflichtung der Stadt zu Weltoffenheit erneuerte.
Die Veranstaltung unterstrich damit sowohl die historische als auch die moderne Bedeutung von Toleranz und Zusammenhalt in Potsdam. Organisatoren und politische Vertreter betonten einhellig, wie wichtig es ist, Extremismus entschlossen entgegenzutreten und eine willkommende Gemeinschaft für alle zu schaffen.
