Prominente Intellektuelle kämpfen für den Erhalt des Lateinunterrichts an Schulen
Leila BlochProminente Intellektuelle kämpfen für den Erhalt des Lateinunterrichts an Schulen
Eine viel beachtete Petition zum Erhalt des Lateinunterrichts an Schulen hat breite Unterstützung erhalten. Unter dem Titel "Latein ist kein Luxus – es ist Bildung" haben sie bereits 88 der renommiertesten Intellektuellen und Künstler des Landes unterzeichnet, darunter drei Nobelpreisträger, die der Kampagne besonderes Gewicht verleihen.
Die Petition fordert die Bewahrung von Latein als zentrales Schulfach. Zu den Unterzeichnern zählen die Nobelpreisträger Peter Handke, Elfriede Jelinek und Anton Zeilinger. Weitere Unterstützer kommen aus den Reihen der Literatur, Medizin, Theater, Regie und Politik.
Bildungsminister Wiederkehr gerät zunehmend unter Druck, da Schüler eine wichtige Wählergruppe in seinem Zuständigkeitsbereich darstellen. Die Petition bleibt unterdessen auf aufstehn.at zur Unterzeichnung offen. Schüler haben zudem in Briefen ihre Positionen dargelegt, die auf der Kampagnenwebsite veröffentlicht wurden.
Die Initiative gewann an Aufmerksamkeit, zeitgleich mit der Weltpremiere von "Monsters Paradise", einer opernhaften Groteske von Olga Neuwirth und Elfriede Jelinek. Ein direkter Zusammenhang zwischen der Rezeption der Oper und dem Start der Petition besteht jedoch nicht.
Die Kampagne kann bereits auf die Unterstützung einiger der einflussreichsten Stimmen des Landes zählen. Die Organisatoren werben weiterhin um breitere öffentliche Zustimmung. Das Ergebnis könnte künftige Entscheidungen über den Stellenwert von Latein im nationalen Lehrplan prägen.
