20 April 2026, 00:52

Rapsglanzkäfer bedroht die Ernte 2026: Wann lohnt sich der Insektizideinsatz?

Offenes Buch mit dem Titel "Die Naturgeschichte der Pflanzen und Insekten" mit einer detaillierten Illustration eines Käfers, umgeben von illustrierten Pflanzen mit Blättern und einer Blume.

Rapsglanzkäfer bedroht die Ernte 2026: Wann lohnt sich der Insektizideinsatz?

Raps entwickelt sich im Frühjahr 2026 gut – doch der Rapsglanzkäfer droht die Erträge zu gefährden

Die Winterrapsbestände zeigen im Frühjahr 2026 ein kräftiges Wachstum: Die Pflanzen strecken sich, und der Hauptblütenstand ist bereits sichtbar. Doch der Rapsglanzkäfer stellt in diesem Jahr eine ernste Bedrohung für die Erträge dar.

Landwirte wird geraten, die Käferpopulationen genau zu beobachten, bevor sie sich für einen Insektizideinsatz entscheiden. Eine Behandlung lohnt sich wirtschaftlich erst, wenn vor der Blüte mehr als zehn Käfer pro Hauptknospe auftreten. Gelbtafeln allein liefern keine ausreichend zuverlässigen Daten für eine Spritzentscheidung. Stattdessen sollten Landwirte Transekte durch den Bestand legen – und dabei nicht nur die Ränder berücksichtigen –, um die Käferzahl präzise zu erfassen.

Falls ein Einsatz von Pflanzenschutzmitteln notwendig wird, können auf Acetamiprid basierende Produkte wie Mospilan SG oder Danjiri zwischen den Wachstumsstadien BBCH 51 und 59 eingesetzt werden. Diese dürfen jedoch nicht mit Hilfsmitteln gemischt werden, da sonst die Honigverordnung verletzt würde. Für eine bienenfreundlichere Alternative bleiben tau-Fluvalinat-Produkte wie Mavrik Vita oder Evure auch nach BBCH 59 zugelassen.

Bei gleichzeitigem Befall durch Rapsstängelrüssler und Rapsglanzkäfer empfiehlt sich Trebon 30 EC – allerdings erst nach Beendigung der täglichen Bienenaktivität. Wo möglich, sollte ganz auf Insektizide verzichtet werden, um Nützlinge zu schützen, Kosten zu sparen und die Umwelt zu schonen.

In dieser Saison müssen Landwirte Schädlingsbekämpfung, Bienenschutz und Wirtschaftlichkeit sorgfältig abwägen. Durch präzises Monitoring und die richtige Produktwahl lassen sich Ertragsverluste begrenzen, ohne unnötige Spritzungen durchzuführen. Ziel ist es, die Erträge zu sichern – ohne Bienen zu gefährden oder die Kosten in die Höhe zu treiben.

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