Rheinmetall knackt die 7,5-Milliarden-Marke – doch Anleger bleiben skeptisch
Sylvio ThiesRheinmetall knackt die 7,5-Milliarden-Marke – doch Anleger bleiben skeptisch
Rüstungsboom: Kein Grund für „Friedensängste“
Vorspann Laut dem Friedensforschungsinstitut Sipri stiegen die Umsätze der 100 größten Hersteller von Militärtechnik auch 2025 weiter an. Dennoch fürchten Börsianer zu wenige Konflikte – ein Kommentar von Jana Frielinghaus.
Veröffentlichungsdatum 1. Dezember 2025, 10:02 Uhr
Schlagwörter Kriege-und-Konflikte, Industrie, Finanzen, Technologie
Artikeltext Die Umsätze der 100 größten Rüstungskonzerne der Welt sind 2025 erneut gestiegen, wie das Friedensforschungsinstitut Sipri mitteilt. Darunter verzeichnete der deutsche Rüstungsriese Rheinmetall Rekordzahlen: Allein in den ersten neun Monaten des Jahres stieg der Umsatz auf über 7,5 Milliarden Euro. Doch trotz der starken Gewinne sorgen sich Anleger wegen unsicherer Nachfrage und Führungslücken in der Zukunft.
Rheinmetalls finanzieller Aufstieg verlief rasant. 2024 überschritt der Umsatz bereits die 7-Milliarden-Marke, und bis Ende 2025 wurde dieser Wert erneut übertroffen. Zwar verlor die Aktie am Dienstag 3,5 Prozent, doch der Kurs liegt mit über 1.400 Euro immer noch weit über den 100 Euro von Anfang 2022 – ein spektakulärer Anstieg.
Die Expansion der Rüstungsindustrie prägt weiterhin die globalen Märkte, wobei Rheinmetalls Rekordumsätze den Trend unterstreichen. Doch mit den finanziellen Gewinnen wachsen auch die gesellschaftlichen Kosten und die Sorge vor einer Zuspitzung der Spannungen. Je höher die Profite steigen, desto drängender werden die Fragen nach den langfristigen Folgen einer ungebremsten Militärwirtschaft.
