Sachsen-Anhalt setzt auf internationale Fachkräfte gegen den Arbeitskräftemangel
Dora CichoriusSachsen-Anhalt setzt auf internationale Fachkräfte gegen den Arbeitskräftemangel
Unternehmen in Sachsen-Anhalt setzen auf internationale Fachkräfte, um den wachsenden Arbeitskräftemangel zu bekämpfen
In Sachsen-Anhalt greifen immer mehr Betriebe auf Arbeitskräfte aus dem Ausland zurück, um dem zunehmenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken. In der vergangenen Dekade verzeichnete die Region einen deutlichen Anstieg der ausländischen Beschäftigung – mittlerweile stellt fast jedes vierte Unternehmen Mitarbeiter aus dem Ausland ein.
Zwischen 2015 und 2025 verdoppelte sich die Zahl der Betriebe, die ausländische Arbeitskräfte beschäftigen. Noch eindrucksvoller: Die Anzahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländer vervierfachte sich im selben Zeitraum. Heute stammt fast ein Zehntel der Erwerbstätigen in der Region aus dem Ausland.
Vor allem größere Unternehmen treiben diese Entwicklung voran. Sie stellen deutlich häufiger internationale Fachkräfte ein als kleinere Betriebe. Dennoch beschäftigt auch 2025 noch fast drei Viertel der Unternehmen in Sachsen-Anhalt keine ausländischen Arbeitskräfte.
Markus Behrens, Geschäftsführer der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt–Thüringen der Bundesagentur für Arbeit, bezeichnet Zuwanderung als unverzichtbar. Als Hauptgrund für die wachsende Abhängigkeit von ausländischen Arbeitskräften nennt er demografische Trends. Zudem verzeichnet die Region im Vergleich zu Ostdeutschland zwischen 2020 und 2025 das stärkste Wachstum bei der ausländischen Beschäftigung.
Der Anstieg ausländischer Arbeitskräfte spiegelt eine strategische Neuausrichtung der Unternehmen wider, um dringend benötigte Fachkräfte zu gewinnen. Der Arbeitsmarkt in Sachsen-Anhalt befindet sich im Wandel, wobei internationale Mitarbeiter eine immer größere Rolle spielen. Angesichts der langfristigen demografischen Herausforderungen wird sich dieser Trend voraussichtlich weiter verstärken.






