"Sag was"-Programm stoppt Gewalt an US-Schulen – wie Schüler Leben retten
Dora Cichorius"Sag was"-Programm stoppt Gewalt an US-Schulen – wie Schüler Leben retten
"Sag was": Ein bundesweites Schulprogramm gegen Gewalt erreicht Hunderttausende Schüler in den USA
Die landesweite Initiative zur Schulssicherheit mit dem Namen "Sag was" hat seit ihrem Start bereits Tausende Schüler in den gesamten USA erreicht. Gegründet von Nicole Hockley, zielt das Programm darauf ab, Gewalt und Selbstverletzung zu verhindern, indem es junge Menschen darin schult, Warnsignale zu erkennen. Im Laufe der Jahre hat es fast 395.000 anonyme Hinweise von besorgten Schülern gesammelt.
Nicole Hockley entwickelte das "Sag was"-Programm 2014 – zwei Jahre, nachdem ihr sechsjähriger Sohn Dylan beim Amoklauf an der Sandy Hook Elementary School getötet worden war. Die Initiative wird von der gemeinnützigen Organisation Sandy Hook Promise getragen und ist mittlerweile in allen 50 Bundesstaaten aktiv. Geschulte Referenten besuchen Schulen, um Schüler darin zu schulen, Alarmzeichen zu erkennen – etwa Drohungen in sozialen Medien, eine Besessenheit von Waffen oder plötzliche Verhaltensänderungen – und sie zu ermutigen, ihre Bedenken zu melden.
Das anonyme Meldesystem des Programms ist rund um die Uhr erreichbar und wird von Krisenberatern betreut, die die Hinweise bewerten und dringende Fälle an Polizei oder Schulbehörden weiterleiten. Die meisten Meldungen betreffen Themen wie Mobbing, Drogenkonsum, Belästigung oder Selbstgefährdung. 2021 führte ein solcher Tipp zur Festnahme von Trinity Shockley, einer Schülerin aus Indiana, die mit einem Amoklauf an der Mooresville High School gedroht hatte.
Hockley ist überzeugt, dass das System bereits Schulschießereien und Suizide in mehreren Gemeinden verhindert hat. Indem es Schülern eine Stimme gibt, will die Initiative eingreifen, bevor es zu Tragödien kommt.
Die "Sag was"-Kampagne wächst weiter und bietet Schülern eine direkte Möglichkeit, Bedenken zu äußern, bevor Gewalt oder Selbstverletzung geschehen. Mit fast 400.000 bearbeiteten Hinweisen bleibt das Programm ein zentrales Instrument für mehr Sicherheit an Schulen im ganzen Land.






