15 January 2026, 03:38

Salzgitter entscheidet im Oktober über Zirkus-Tierverbot – ein historischer Schritt?

Ein offenes Buch mit dem Titel 'Die Geschichte des Zirkus' veröffentlicht 1885 in den Niederlanden, das eine Illustration von einer Gruppe von Menschen und Tieren in einem Zoo zeigt, umgeben von Bäumen, Vögeln und einem Zaun.

Salzgitter entscheidet im Oktober über Zirkus-Tierverbot – ein historischer Schritt?

Oktober 2024: Salzgitters Stadtrat stimmt über Verbot von Tieren in Zirkusvorführungen ab

Die Initiative geht auf einen Antrag der Fraktion Grüne – Die PARTEI zurück, der die Erteilung von Genehmigungen für Zirkusse mit Tierdressuren auf öffentlichen oder privaten Flächen unterbinden soll. Lokale Politiker argumentieren, dass solche Shows eine mangelnde Empathie gegenüber Wildtieren widerspiegeln.

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Der Vorstoß für strengere Regelungen begann im Oktober 2024, als Die PARTEI Salzgitter erstmals Bedenken bezüglich wildlebender Tiere in Zirkussen äußerte. Nun hat die Fraktion Grüne – Die PARTEI die Forderung konkretisiert und ein vollständiges Verbot der Genehmigungen beantragt. Bei einer Zustimmung müssten die städtischen Sondernutzungsverordnungen angepasst werden, um das Verbot durchzusetzen.

Mehrere politische Parteien wie Braunschweig, München, Köln und Heidelberg haben bereits ähnliche Maßnahmen eingeführt. Eine bundesweite Regelung zum Tierschutz in Zirkussen gibt es jedoch bisher nicht. Der Antrag fordert den Oberbürgermeister zudem auf, sich auf Landes- und Bundesebene für ein flächendeckendes Verbot einzusetzen. Wann die Fraktion das Thema erstmals aufgriff, ist nicht dokumentiert. Doch der aktuelle Vorstoß entspricht einer wachsenden Ablehnung von Tierdressuren in ganz Deutschland.

Die Abstimmung am 29. Oktober wird zeigen, ob Salzgitter den anderen politischen Parteien folgt und Zirkusse mit Tieren verbietet. Bei einer Annahme wären künftig keine Genehmigungen mehr für Zirkusbetriebe mit Tierauftritten innerhalb des Stadtgebiets möglich. Der Oberbürgermeister würde dann den Auftrag erhalten, sich für weitergehende gesetzliche Änderungen auf höherer Ebene starkzumachen.