08 June 2026, 20:14

Salzgitter kämpft um die Zukunft des Flexo-Bedarfshaltestellen-Verkehrs

Flexo am Abgrund? Bürgermeister Klingebiel kämpft dafür

Salzgitter kämpft um die Zukunft des Flexo-Bedarfshaltestellen-Verkehrs

Salzgitters Flexo-Bedarfshaltestellen-Verkehr könnte über 2026 hinaus fortgeführt werden – vorausgesetzt, der Stadtrat billigt einen neuen Finanzierungsplan. Der im Januar 2022 gestartete Service steht nun vor Unsicherheiten, da der Regionalverband Großraum Braunschweig seine finanzielle Unterstützung bis 2027 zurückziehen will. Bürgermeister Frank Klingebiel fordert langfristige Lösungen, um das Angebot aufrechtzuerhalten.

Das Flexo-System wurde in Salzgitter unter der Federführung des Regionalverbands eingeführt. Ursprünglich trugen Verband und Stadt die Kosten im Verhältnis 75 zu 25, später wurde die Aufteilung auf eine paritätische 50:50-Beteiligung umgestellt. Nun plant der Regionalverband jedoch, seine Förderung zum 1. Januar 2027 einzustellen – ein Schritt, den der Bürgermeister entschieden ablehnt.

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Klingebiel appellierte an den Verband, den 50-prozentigen Anteil auch über 2026 hinaus beizubehalten. Flexo sei eine unverzichtbare Ergänzung zum bestehenden ÖPNV-Netz, zu dem auch die Angebote der KVG Braunschweig und DB Regio zählen. Der Haushaltsentwurf der Stadt für 2027/2028 sieht die städtische Hälfte der Finanzierung bereits vor, doch ohne die Beteiligung des Regionalverbands klaffe eine Lücke.

Am 30. September stimmt der Stadtrat über den Antrag zur Verlängerung von Flexo ab. Bei einer Zustimmung will der Bürgermeister eine verbindliche Zusage des Regionalverbands erwirken, um die Zukunft des Services zu sichern.

Seit Anfang 2022 verkehrt Flexo in den Stadtteilen Salzgitter-Bad und Salzgitter-Thiede. Ob das Angebot langfristig bestehen bleibt, hängt von den Finanzierungsvereinbarungen und der anstehenden Ratsentscheidung ab. Ohne die Unterstützung des Regionalverbands steht das Projekt vor dem Aus.

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