Salzgitter streitet über freiwillige Integration statt Pflichtdienste für Geflüchtete
Sylvio ThiesSalzgitter streitet über freiwillige Integration statt Pflichtdienste für Geflüchtete
In Salzgitter steht eine Debatte über Integrationsmaßnahmen für Flüchtlinge bevor. Der Stadtrat wird am kommenden Mittwoch, den 10. Dezember 2025, über das Thema beraten. Ursprünglich hatte die SPD-Fraktion einen Antrag eingebracht, der gemeinnützige Pflichtdienste für Asylsuchende vorsah. Doch auf Kritik hin wurde ein Alternativvorschlag erarbeitet, der nun auf freiwillige Angebote statt auf Zwangsarbeit setzt.
Die SPD-Ratsfraktion hatte zunächst die Einführung eines verpflichtenden Gemeinschaftsdienstes für Flüchtlinge vorgeschlagen. Dieser Plan stieß jedoch auf Widerstand, insbesondere vonseiten der Linken. Daraufhin legte die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen und Die PARTEI einen Gegenentwurf vor.
Dessen geänderter Antrag lehnt jede Form von Zwang, Sanktionen oder Pflichtarbeit für Asylbewerber:innen ab. Explizit wird betont, dass erzwungene Arbeit kein geeignetes Mittel der Integration sein könne. Stattdessen setzt der Vorschlag auf freiwillige Programme, darunter Sprachkurse, Qualifizierungsmaßnahmen und einen besseren Zugang zu fair bezahlten Arbeitsplätzen. Zudem fordert der Antrag detaillierte Zahlen von der Verwaltung – etwa zur möglichen Betroffenenzahl und den finanziellen Folgen einer Umsetzung des ursprünglichen SPD-Plans. Die Stadträt:innen werden den überarbeiteten Vorschlag in ihrer Sitzung am 10. Dezember 2025 prüfen. Im Mittelpunkt steht nun die Förderung von Integration durch freiwilliges Engagement statt durch Verpflichtungen.
Der neue Antrag streicht jede Pflicht zu Gemeinschaftsdiensten und wirbt stattdessen für freiwillige Teilnahmemöglichkeiten. In der anstehenden Sitzung werden die Ratsmitglieder die Umsetzbarkeit und Finanzierung des Vorhabens bewerten. Das Ergebnis könnte maßgeblich beeinflussen, wie Salzgitter künftig die Integration von Flüchtlingen gestaltet.
