08 June 2026, 14:19

Satelliten sollen deutsche Funklöcher bis 2028 schließen

Smartphone-Empfang via Satellit: Deutsche Anbieter wollen Totzonen auf unterschiedliche Weise füllen

Satelliten sollen deutsche Funklöcher bis 2028 schließen

Deutsche Telekommunikationsanbieter setzen auf Satelliten, um Funklöcher zu schließen

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Um die Lücken in der Mobilfunkabdeckung zu beheben, greifen deutsche Telekommunikationsunternehmen zunehmend auf Satellitentechnologie zurück. Neue Partnerschaften sollen auch abgelegene Gebiete wie Wälder, Seen und Krisenregionen mit zuverlässigen Signalen versorgen. An der Initiative beteiligen sich große Konzerne wie O2, Vodafone und die Deutsche Telekom, die mit Satellitenbetreibern zusammenarbeiten, um die Netzabdeckung auszubauen.

O2 Telefónica testet satellitengestützten Mobilfunk in Mecklenburg-Vorpommern O2 Telefónica kooperiert mit dem europäischen Unternehmen OQ Technology, um in Mecklenburg-Vorpommern satellitenbasierte Mobilfunkdienste zu erproben. Ab Anfang 2027 sollen Tests in der Nähe von Waren an der Müritz beginnen – einer abgelegenen Region im Mecklenburgischen Seenland. Das Projekt ist Teil einer umfassenderen Strategie, um Funklöcher zu beseitigen, in denen herkömmliche Netze an ihre Grenzen stoßen.

OQ Technology, ein in Europa ansässiges Unternehmen, betreibt derzeit fünf Satelliten und plant noch in diesem Jahr drei weitere zu starten. Bis Ende 2027 soll die Flotte auf 48 Satelliten anwachsen, bis 2028 oder 2029 sogar auf 150. Damit ließe sich eine durchgehende Abdeckung für datenintensive Anwendungen gewährleisten. Die Satelliten werden von Europa aus gesteuert und nutzen europäische Cloud-Infrastrukturen. Unterstützt wird das Vorhaben von der Europäischen Kommission und EU-Fördermitteln.

Vodafone und Deutsche Telekom ziehen nach Auch Vodafone hat sich mit AST SpaceMobile zusammengeschlossen, um in Deutschland satellitengestützte Mobilfunkdienste anzubieten – ein konkretes Startdatum steht jedoch noch aus. Die Deutsche Telekom wiederum arbeitet mit Starlink zusammen, um in abgelegenen Gebieten Mobilfunkempfang zu ermöglichen. Die ersten Dienste sollen ab 2028 verfügbar sein.

Ziel: Flächendeckende Versorgung – auch in Notfällen Das Vorhaben ist klar: Satelliten sollen die bestehenden Mobilfunknetze ergänzen und insbesondere in Notfällen oder schwer zugänglichen Regionen für Verbindungssicherheit sorgen. Die Zusammenarbeit zwischen Telekommunikationsunternehmen und Satellitenbetreibern markiert einen Wandel in der Netzwerkerweiterung. Bis 2028 könnten abgelegene Gebiete in Deutschland von einer besseren Anbindung profitieren – Satelliten füllen dabei die Lücken, die bodengestützte Infrastrukturen lassen.

Gleichzeitig bietet die Technologie die Aussicht, dass Kommunikationswege auch bei Naturkatastrophen oder Netzausfällen aufrechterhalten bleiben.

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