03 May 2026, 00:25

Schnitzer lehnt subventionierte Flugpreise ab – und warnt vor Energiekrise und Lohnspirale

Plakat, das London, Chatham und Dover Railway's Sommer- und Winterresorts bewirbt, mit Bildern von Gebäuden, Bäumen, Blumen, einer Karte und beschreibendem Text.

Schnitzer lehnt subventionierte Flugpreise ab – und warnt vor Energiekrise und Lohnspirale

Monika Schnitzer, Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, hat sich gegen staatlich subventionierte Flugpreisnachlässe für Sommerurlaube ausgesprochen. Gleichzeitig warnte sie davor, dass steigende Energiekosten und Lieferengpässe Reisende zwingen könnten, ihre Pläne zu überdenken.

Ihre Äußerungen fallen in eine Zeit, in der die Debatten über Kraftstoffsubventionen und die wirtschaftlichen Risiken höherer Preise an Fahrt aufnehmen. Schnitzer lehnte Forderungen nach neuen Subventionen ab, um die Flugkosten in den Sommerferien zu senken. Solche Maßnahmen würden die Steuerzahler mit zusätzlichen Schulden belasten, argumentierte sie. Stattdessen verteidigte sie hohe Preise als notwendige Folge von Knappheit.

Kritik übte sie an der jüngsten Spritpreisbremse der Regierung, die sie als „großen und sozial ungerechten Fehler“ bezeichnete. Sollten sich die Kerosinvorräte weiter verknappen, werde Fliegen von selbst weniger attraktiv, erklärte sie. Dies würde die Menschen dazu bringen, ihre Urlaubsgewohnheiten anzupassen.

Über den Reisebereich hinaus äußerte Schnitzer Bedenken hinsichtlich der gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen. Sie sagte steigende Preise voraus, die in anstehenden Tarifverhandlungen zu höheren Lohnforderungen führen könnten. Dies wiederum könnte die Europäische Zentralbank zwingen, die Zinsen anzuheben.

Um den Energiedruck zu verringern, schlug sie praktische Schritte wie ein generelles Tempolimit oder autofreie Sonntage vor. Solche Maßnahmen könnten die Nachfrage drosseln, ohne die Staatsverschuldung zu erhöhen.

Ihre Warnungen erstreckten sich auch auf globale Risiken. Eine mögliche Blockade der Straße von Hormus, so Schnitzer, könnte für Deutschland schwere wirtschaftliche Folgen haben.

Schnitzers Haltung schließt staatlich geförderte Flugpreisermäßigungen vorerst aus. Stattdessen ruft sie die Verbraucher dazu auf, sich an höhere Kosten und knapper werdende Ressourcen anzupassen. Ihre Vorschläge zielen darauf ab, die Nachfrage zu reduzieren – und nicht auf neue Subventionen, um eine weitere wirtschaftliche Belastung zu vermeiden.

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