19 December 2025, 16:03

Schülertablets in Niedersachsen: Mehr als nur Leihgeräte geplant

Ein Tablet mit Text auf dem Bildschirm.

Schülertablets in Niedersachsen: Mehr als nur Leihgeräte geplant

Schülertablets in Niedersachsen: Mehr als nur Leihgeräte geplant

Teaser: Die SPD in Niedersachsen löst ihr Wahlversprechen von 2022 ein: Tablets für Schülerinnen und Schüler. Doch die Geräte sollen nur der Anfang einer umfassenden Veränderung an den Schulen sein.

Veröffentlichungsdatum: 19. Dezember 2025, 10:49 Uhr MEZ

Schlagwörter: Finanzen, Wirtschaft, Bildung und Weiterbildung

Artikeltext:

Niedersachsen treibt seine Pläne für eine digitale Bildungsrevolution voran. Die von der SPD geführte Landesregierung plant, bis 2031 rund 800 Millionen Euro in kostenlose Leih-Tablets für Schülerinnen und Schüler zu investieren. Die Initiative soll nicht nur die ungleiche digitale Ausstattung der Schulen ausgleichen, sondern auch den technologischen Wandel im Bildungsbereich beschleunigen.

Auch Bayern stockt seine Förderung für die Digitalisierung der Schulen auf. In den nächsten zwei Jahren fließen 296 Millionen Euro in Infrastruktur, Endgeräte und Wartung. Ab 2027 soll ein dauerhaftes Vier-Säulen-Fördermodell jährlich etwa 207 Millionen Euro bereitstellen, um Eltern und Schulen finanziell zu entlasten.

Das niedersächsische Vorhaben knüpft an ein Wahlversprechen aus dem Jahr 2022 an, die digitalen Lernbedingungen zu verbessern. Bildungsministerin Julia Willie Hamburg (SPD) betonte, wie wichtig kontinuierliche Unterstützung sei – besonders, da das Bundesprogramm DigitalPakt 2.0 ausläuft. Die Regierungskoalition hat nun offiziell einen Antrag im Landtag eingereicht, um das Tablet-Programm auf den Weg zu bringen.

Kritiker fordern indes mehr Flexibilität. Oppositionsvertreter schlagen vor, Schulen sollten je nach Bedarf auch die Möglichkeit haben, Laptops statt Tablets anzuschaffen. Die Landesregierung hingegen sieht in den Tablets einen entscheidenden Hebel, um die digitale Transformation im Klassenzimmer voranzutreiben.

Bayern setzt auf ein etwas anderes Modell: Die Zuschüsse für mobile Endgeräte gelten dort als „freiwillige Leistung“, um Familien finanziell zu entlasten. Neben den 296 Millionen Euro für die kommenden zwei Jahre wird ab 2027 eine stabile Förderstruktur etabliert. Diese umfasst langfristige Investitionen in Hardware, Software und die Fortbildung von Lehrkräften.

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Mehr als die Hälfte der Bundesländer profitiert von dem 296-Millionen-Euro-Digitalisierungstopf. Die Mittel fließen in neue Technologien, Netzwerkmodernisierungen und laufende Wartung, damit Schulen mit den wachsenden Anforderungen an digitales Lernen Schritt halten können.

Niedersachsens 800-Millionen-Programm zielt darauf ab, die digitale Kluft zu schließen und die Schulsysteme zu modernisieren. Bayerns mehrjähriges Fördermodell sichert Schulen und Familien eine verlässliche Unterstützung. Beide Länder legen damit jetzt die Grundlagen, um Bildungseinrichtungen in den kommenden zehn Jahren mit der nötigen Ausstattung und Infrastruktur für das digitale Lernen auszustatten.