19 June 2026, 12:20

Schulsport im Wandel: Leistung und Wettbewerb statt Spaß und Spiel

Folter auf dem Aschefeld

Schulsport im Wandel: Leistung und Wettbewerb statt Spaß und Spiel

Die Deutschen Schulsportspiele durchlaufen tiefgreifende Veränderungen – mit einem klaren Fokus auf Leistung. Bildungsministerin Karin Prien fordert eine stärkere Ausrichtung auf Wettbewerbsorientierung und Spitzenleistungen bei diesen Veranstaltungen. Gleichzeitig führen neue Wettbewerbe wie der IronChild-Contest ungewöhnliche Methoden ein, um die Fähigkeiten von Kindern zu bewerten.

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Konservative Bildungspolitiker setzen sich für leistungsbasierte Spiele im Schulsport ein. Das Bundesbildungsministerium erarbeitet derzeit im Auftrag der Kultusministerkonferenz (KMK) einen Entwurf, der diese Neuausrichtung unterstützen soll.

An der Fürstin-Gloria-Selbdritt-Grundschule werden Sportwettkämpfe bereits auf Latein ausgetragen – die Teilnehmer wenden sich dabei demonstrativ vom Publikum ab. In diesem Jahr tritt die Klasse 3b, besser bekannt als die Chicago Boys, beim IronChild-Contest an. Der mehrtägige Wettbewerb auf einer Aschelaufbahn prüft Ausdauer, Disziplin und finanzielle Kompetenz.

Die Sieger des IronChild-Contests erhalten ein persönliches Coaching mit CEO Dr. Dr. Ulf-Ulf Vollmann. Wer hingegen schlechter abschneidet, könnte stattdessen eine Empfehlung für das Gymnasium erhalten. Unterdessen sorgt die Kita Höhlenkinder in Rheda-Wiedenbrück für Aufsehen: Hier werden potenzielle Führungskräfte von morgen identifiziert, indem Kleinkinder in nummerierten Weidenkörben auf der Ems ausgesetzt werden.

Bernd Kreimer-Rendsburg schlägt vor, sämtliche Leistungsbewertungen nach Spielprinzipien umzugestalten. Sein Konzept sieht ein Ranking-System vor, in dem Eltern durch den Kauf von Spielmünzen die Ergebnisse beeinflussen können.

Die Forderung nach leistungsorientierten Kinderspielen gewinnt an Fahrt. Schulen und Kitas setzen auf vielfältige – mitunter umstrittene – Methoden, um die Fähigkeiten der Kinder zu testen. Diese Entwicklungen könnten die Art und Weise, wie junge Schüler in Wettbewerbsformaten bewertet werden, grundlegend verändern.

Quelle