Seltene Luchsin Rikki trifft im Harz ein – Hoffnung für den Artenschutz
Sylvio ThiesNeue weibliche Luchs soll Population im Harz aufstocken - Seltene Luchsin Rikki trifft im Harz ein – Hoffnung für den Artenschutz
Eine seltene Luchsin namens Rikki ist im Nationalpark Harz eingetroffen, um an einem europäischen Artenschutzprogramm teilzunehmen. Die siebenjährige Katze stammt aus der Ukraine und erreichte den Park nach einer beschwerlichen Reise, die durch den anhaltenden Krieg erschwert wurde. Mit ihrer Ankunft ist nun ein Zuchtpaar komplett – im August war bereits ein männlicher Luchs aus der Schweiz in den Nationalpark gebracht worden.
Rikkis Umzug wurde von der Europäischen Vereinigung der Zoos und Aquarien (EAZA) koordiniert, die das Luchszuchtprogramm über ihre Datenbank Species360 verwaltet. Weibliche Luchse sind in solchen Programmen extrem selten, was ihre Teilnahme besonders wertvoll macht.
Bevor sie in das Freigehege des Parks umzieht, wird Rikki vier Wochen in Quarantäne verbringen. Anders als viele andere Luchse hat sie bisher noch keine Jungtiere zur Welt gebracht. Die Parkverantwortlichen hoffen, dass sie bald zum Ziel des Programms beitragen wird: den Wiederaufbau wild lebender Luchspopulationen. Der männliche Luchs, der bereits im Harz angekommen ist, war ebenfalls in diesem Jahr aus der Schweiz eingereist. Gemeinsam sollen die beiden Tiere die Grundlage für eine neue Zuchtgruppe im Park bilden.
Rikkis Anwesenheit stärkt die Bemühungen, die Luchspopulationen in ganz Europa wieder aufzubauen. Nach der Quarantäne wird sie in das Gehege gebracht, um sich mit dem Schweizer Männchen zu verpaaren. Das Programm setzt auf sorgfältig gesteuerte Paarungen, um das Überleben der Art langfristig zu sichern.
