25 December 2025, 06:59

Skurrile Tiervorfälle in Deutschland: Von Wels-Attacken bis zu Pavian-Tötungen und einem Kuh-Ehering

Ein Kaninchen frisst Futter in der Nähe von hölzernen Bauen.

Tierwelt 2025 - Vom Karpfenalarm bis zum verschluckten Ehering - Skurrile Tiervorfälle in Deutschland: Von Wels-Attacken bis zu Pavian-Tötungen und einem Kuh-Ehering

Eine Reihe ungewöhnlicher Vorfälle im Zusammenhang mit Tieren hat in Deutschland öffentliche Debatten und juristische Auseinandersetzungen ausgelöst. Von der umstrittenen Tötung von Pavianen im Nürnberger Tiergarten bis hin zu einem Angriff eines riesigen Welses auf Badende – Behörden und Bürger gerieten über Fragen des Tierschutzes und der Sicherheit aneinander. Einige Fälle führten sogar zu Strafverfolgung und überraschenden Entdeckungen. Im Juni griff ein zwei Meter langer Wels Badende am Brombachsee in Mittelfranken an und verletzte mehrere Menschen. Experten vermuteten, dass das Tier aufgrund des niedrigen Wasserstands möglicherweise sein Gelege verteidigt habe. Die Polizei, die mit einem Angelverein und Wasserrettungskräften zusammenarbeitete, beschloss, den Wels zu töten, nachdem ein Beamter das Tier mit drei Schüssen nicht treffen konnte. Ein Angler fing den Wels später und tötete ihn; das Fleisch wurde zu 120 Filetportionen verarbeitet. Die Staatsanwaltschaft erklärte die Tötung im November für rechtmäßig. Unterdessen sah sich der Nürnberger Tiergarten mit massiver Kritik konfrontiert, nachdem er zwölf gesunde Paviane wegen Platzmangels getötet hatte. Die Maßnahme löste rund 350 Strafanzeigen und hasserfüllte Online-Nachrichten aus, darunter auch Todesdrohungen gegen Mitarbeiter. Tierschützer reichten rechtliche Beschwerden ein, woraufhin die Landespolizei Ermittlungen aufnahm. An anderer Stelle machte ein Metzger in Simbach am Inn in Niederbayern eine ungewöhnliche Entdeckung: Beim Zerlegen der Kuh Herzal fand er im Magen des Tieres den Ehering von Bauer Johannes Brandhuber – vermutlich hatte die Kuh ihn vier Monate zuvor mit dem Futter verschluckt. Am Neujahrstag verschluckte ein Nandu im Tierpark Landshut den Handschuh eines Kindes und rundete damit die Reihe skurriler Tierbegegnungen des Jahres ab. Eine heitere Episode ereignete sich in München, wo der Hund Urax Post vom Beitragsservice der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten erhielt. Seine Besitzerin, Jutta Zedelmaier, antwortete, Urax weigere sich zu zahlen, da sein einziger "Arbeitsplatz" sein Revier bei der Jagd sei. Die Vorfälle führten zu Gerichtsurteilen, öffentlicher Empörung und mitunter sogar kulinarischen Folgen. Die Behörden arbeiten weiterhin an Lösungen für Fragen der Tier- und Artensicherheit, während andere Fälle – wie der wiedergefundene Ehering – überraschende Wendungen nahmen. Die Ereignisse zeigen, wie unberechenbar das Zusammenleben von Menschen, Wildtieren und Haustieren in Deutschland sein kann.

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