22 April 2026, 06:34

Solinger Stadtrat lehnt bessere Schulhofbeleuchtung trotz Sicherheitsbedenken ab

Gebäude nachts beleuchtet.

Solinger Stadtrat lehnt bessere Schulhofbeleuchtung trotz Sicherheitsbedenken ab

Ein Antrag zur Verbesserung der Beleuchtung in Solinger Schulhöfen wurde vom Stadtrat abgelehnt. Das Bürgerbündnis für Solingen (BfS) hatte argumentiert, dass eine bessere Ausleuchtung die Flächen – besonders für Jugendliche nach Einbruch der Dunkelheit – sicherer machen würde. Ihr Plan umfasste energieeffiziente LED-Lampen und Bewegungsmelder, um Kosten zu sparen und die Umweltbelastung zu verringern.

Das BfS brachte einen Antrag ein, die Schulhofbeleuchtung mit modernen, nachhaltigen Lösungen aufzuwerten. Das Konzept sah LED-Technik, bewegungsaktivierte Systeme und optional Solarpaneele vor, um den Energieverbrauch gering zu halten. Die Initiative wurde sowohl als Sicherheitsmaßnahme als auch als umweltfreundliches Projekt präsentiert.

Alle anderen Ratsfraktionen – CDU, SPD, Grüne, Die Linke, FDP, SG Zukunft und AfD – stimmten einstimmig gegen den Vorschlag. Der Bildungssprecher des BfS, Paul Bender, kritisierte die Entscheidung als heuchlerisch, angesichts der öffentlich bekundeten Unterstützung der Fraktionen für Klimaschutz und Kindersicherheit.

Bender verwies auf Bedenken junger Einwohner, die sich in schlecht beleuchteten Bereichen unsicher fühlten und diese mieden. Er warf dem Rat vor, seiner Pflicht nicht nachzukommen und Kinder "buchstäblich im Dunkeln" zu lassen. Die Ablehnung sende ein "verheerendes Signal" an die Familien der Stadt, warnte er.

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Das BfS kündigte an, das Thema erneut in den Rat einzubringen. Man wolle weiter für "bürgerfreundliche und sinnvolle Lösungen" kämpfen, um die Schulhöfe sicherer und einladender zu gestalten.

Mit der Entscheidung des Rates bleibt die bestehende Beleuchtung unverändert – trotz Warnungen vor unsicheren Verhältnissen in der Dämmerung. Das BfS bleibt entschlossen, den Antrag erneut vorzulegen, und betont, dass bessere Beleuchtung sowohl für die Sicherheit als auch für die Nachhaltigkeit essenziell sei. Die nächsten Schritte hängen von künftigen Ratsdebatten ab.

Quelle