07 February 2026, 08:35

Soltau plant bis 2040 klimaneutrale Wärmeversorgung mit erneuerbaren Energien

Eine Liniengrafik, die die geothermisch erzeugte elektrische Energie von 2021 bis 2022 zeigt, mit begleitendem beschreibendem Text.

Soltau plant bis 2040 klimaneutrale Wärmeversorgung mit erneuerbaren Energien

Soltau stellt neuen kommunalen Wärmeplan vor – klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2040 geplant

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Soltau hat einen neuen kommunalen Wärmeplan vorgestellt, der bis zum Jahr 2040 eine klimaneutrale Wärmeversorgung erreichen soll. Die Strategie setzt auf den Ausbau von Nah- und Fernwärmenetzen sowie die Einbindung erneuerbarer Energien. Wie die Verantwortlichen betonen, sollen die Empfehlungen den Bürgerinnen und Bürgern klare Orientierung bieten, ohne verbindliche Vorgaben zu machen.

Aktuell verbraucht Soltau jährlich rund 450 Gigawattstunden Wärmeenergie, wobei der tatsächliche Bedarf bei 354 Gigawattstunden liegt. Erdgas bleibt mit einem Anteil von 74 Prozent der dominierende Energieträger für die Beheizung. Fast die Hälfte der Gebäude in der Stadt wurde zwischen 1949 und 2000 errichtet – eine Herausforderung für die Energieeffizienz.

Der Plan untersucht zwei Szenarien: ein "Weiter-so"-Ansatz und ein ehrgeizigeres Zielszenario mit höheren Sanierungsquoten. Eine zentrale Chance liegt in der Nutzung von Abwärme aus dem örtlichen Klärwerk, die jährlich fast 16.000 Megawattstunden erzeugen könnte. Auch Biogas-Blockheizkraftwerke bergen Potenzial und könnten bis zu 63 Gigawattstunden pro Jahr liefern.

Obwohl konkrete Details zu bestehenden Biogasanlagen noch offen sind, setzt die Strategie klar auf erneuerbare Wärmequellen. Ziel ist es, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern und gleichzeitig Planungssicherheit für Hausbesitzer und Unternehmen zu schaffen.

Der kommunale Wärmeplan skizziert einen klaren Fahrplan zur klimaneutralen Wärmeversorgung bis 2040. Durch den Einsatz erneuerbarer Energien und die Modernisierung der Infrastruktur will Soltau Emissionen senken, ohne Eigentümern strenge Auflagen zu machen. Die nächsten Schritte hängen von der Umsetzungsbereitschaft und der weiteren Entwicklung lokaler Energieprojekte ab.