Sozialwohnungen in Deutschland: 20.000 weniger als 2023 – nur noch 1,05 Millionen übrig
Dora CichoriusSozialwohnungen in Deutschland: 20.000 weniger als 2023 – nur noch 1,05 Millionen übrig
Deutschlands Sozialwohnungsbestand schrumpft 2024 weiter
Bis Ende des Jahres verzeichnete Deutschland 20.000 Wohnungen weniger als noch 2023 – bundesweit blieben damit noch rund 1,05 Millionen Einheiten übrig.
In mehreren Bundesländern gab es deutliche Rückgänge: Nordrhein-Westfalen verlor mit 18.538 Wohnungen am stärksten, Bayern verzeichnete einen Nettoverlust von 2.790 Einheiten, und in Berlin sank die Zahl um 2.957. Insgesamt wurden in ganz Deutschland 57.621 Wohnungen aus den bepreisgebundenen Sozialwohnungsbeständen genommen.
Eine Ausnahme bildete Baden-Württemberg, das netto 3.046 neue Sozialwohnungen hinzugewinnen konnte. Zu den Maßnahmen zur Bestandsausweitung zählten auch 4.701 neue Plätze in Studenten- und Auszubildendenwohnheimen. Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) hat bis 2029 Fördermittel in Höhe von 23,5 Milliarden Euro zugesagt, um die Lücken zu schließen. Die Wohnungsbauexpertin der Linken, Lay, wies auf den anhaltenden Mangel von etwa einer Million Wohnungen hin.
Der allgemeine Trend zeigt eine fortgesetzte Abnahme des Sozialwohnungsbestands. Die geplanten Bundesmittel sollen diesen Rückgang bis 2029 umkehren. Die Nettoverluste in den meisten Ländern unterstreichen jedoch die Größe der bevorstehenden Herausforderung.






