25 April 2026, 18:20

SPD fordert Aussetzung der Schuldenbremse wegen Iran-Kriegs – CDU widerspricht scharf

Diagramm auf Papier mit miteinander verbundenen Kreisen und Pfeilen, die die Ursachen des Ersten Weltkriegs darstellen, mit begleitendem erklärendem Text.

SPD fordert Aussetzung der Schuldenbremse wegen Iran-Kriegs – CDU widerspricht scharf

In Deutschland ist eine Debatte über die Schuldenbremse neu entbrannt, nachdem die SPD deren vorübergehende Aussetzung gefordert hat. Der Vorstoß kommt zu einer Zeit wachsender Spannungen über die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs. Während CDU-Spitzenpolitiker die Idee scharf kritisieren, verteidigen Bundestagsvertreter sie als notwendige Vorsorgemaßnahme.

Der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Matthias Miersch, hatte die vorübergehende Aussetzung der Schuldenbremse erstmals ins Spiel gebracht. Er argumentierte, der Iran-Krieg könne globale Lieferketten und Wertschöpfungsketten schwerwiegend stören. Unterstützung erhielt er von Dirk Wiese, dem Direktor für Parlamentsangelegenheiten im Bundestag.

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Wiese verwies auf bestehende Versorgungsengpässe an Tankstellen sowie auf Knappheiten bei wichtigen Rohstoffen wie Aluminium und Helium. Diese Probleme hätten sich seiner Ansicht nach bereits seit Wochen zugespitzt. Aus seiner Sicht sei die Vorbereitung auf weitere wirtschaftliche Belastungen kein Zeichen von Untätigkeit, sondern verantwortungsvolle Krisenvorsorge.

Die CDU lehnte den Vorschlag umgehend ab. Generalsekretär Carsten Linnemann bezeichnete die Idee neuer Schulden als Ausdruck politischer Bequemlichkeit. Wiese wies diese Kritik jedoch entschlossen zurück. Er betonte, die Aussetzung der Schuldenbremse sei ein vorausschauender Schritt, um die deutsche Wirtschaft in unsicheren Zeiten abzusichern.

Der Streit offenbart tiefe Gräben in der Frage, wie die wirtschaftlichen Risiken des Iran-Kriegs zu bewältigen sind. Bei einer Aussetzung der Schuldenbremse könnte die Regierung zusätzliche Kredite aufnehmen, um die Probleme in den Lieferketten zu bekämpfen. Derzeit bleiben SPD und CDU jedoch uneins, ob ein solcher Schritt klug oder leichtsinnig wäre.

Quelle