24 May 2026, 02:17

SPD-Streit eskaliert: Midyatlı fordert AfD-Verbot nach Albigs Minderheitsregierungs-Vorstoß

SPD-Vizechefin Midyatli: Albig ist mit AfD-Kooperationsvorschlag total daneben

SPD-Streit eskaliert: Midyatlı fordert AfD-Verbot nach Albigs Minderheitsregierungs-Vorstoß

Eine führende Persönlichkeit der SPD hat einen Parteikollegen scharf kritisiert, weil dieser eine Zusammenarbeit mit der rechtsextremen Alternative für Deutschland (AfD) ins Spiel gebracht hatte. Serpil Midyatlı, stellvertretende Bundesvorsitzende der SPD, verurteilte den Vorstoß von Torsten Albig, Minderheitsregierungen mit stillschweigender Unterstützung der AfD zu prüfen. Sie bezeichnete die AfD als Gefahr für die Demokratie und forderte entschlossenes Vorgehen gegen die Partei.

Torsten Albig, ehemaliger Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, hatte kürzlich SPD-Mitglieder aufgefordert, über die Bildung von Minderheitsregierungen mit Duldung der AfD nachzudenken. Sein Vorschlag löste umgehend heftige Kritik innerhalb der Partei aus.

Serpil Midyatlı lehnte jede Form der Zusammenarbeit mit der rechtsextremen Gruppe kategorisch ab. Die AfD nannte sie „unmenschlich und demokratiefeindlich“ und kündigte an, ihr „immer und überall“ entgegenzutreten. Darüber hinaus forderte sie eine dringende Prüfung, ob die Partei mit dem Grundgesetz vereinbar sei.

Midyatlı ging noch einen Schritt weiter und verlangte ein vollständiges Verbot der AfD. Ihre Äußerungen spiegeln die tiefen Gräben innerhalb der SPD wider, wenn es um den Umgang mit dem Aufstieg der Rechten in der deutschen Politik geht.

Der Streit zeigt die wachsenden Spannungen in der SPD über mögliche Bündnisse mit der AfD. Midyatlıs Forderungen nach einer verfassungsrechtlichen Überprüfung und einem generellen Verbot markieren eine harte Haltung gegen jede Form der Zusammenarbeit. Die Partei steht nun unter internem Druck, ihre Position im Umgang mit rechtsextremen Kräften klar zu definieren.

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