24 June 2026, 18:14

Stadtrat beschließt drastisches Sparpaket – 3,8 Millionen Euro Einsparungen und Stellenkürzungen

Budgetkürzungen: CDU nahezu zufrieden, Rot-Grün will Massnahmen überprüfen

Stadtrat beschließt drastisches Sparpaket – 3,8 Millionen Euro Einsparungen und Stellenkürzungen

Der Stadtrat hat nach der Ablehnung des Haushaltsentwurfs der Verwaltung für das Jahr 2026 im März ein neues Sparpaket vorangetrieben. Die Ratsmitglieder forderten zusätzliche Einsparungen in Höhe von 3,8 Millionen Euro, was zu Kürzungen in mehreren Bereichen führte. Die politischen Parteien reagierten seitdem mit gemischten Reaktionen auf die vorgeschlagenen Maßnahmen.

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Im März hatte der Rat den Haushalt an die Verwaltung zurückverwiesen und tiefgreifendere Einsparungen gefordert. Am Montag präsentierten Beamte nun Kürzungen, die sich auf Personal- und Betriebskosten konzentrieren. Betroffen sind etwa 1.700 Stellen, wobei sieben Arbeitsplätze gestrichen und zwölf nicht nachbesetzt werden sollen.

Die CDU begrüßte die Bemühungen der Verwaltung, die Konsolidierungsmaßnahmen umzusetzen. Sie hob kreative Lösungen hervor, wie den Verzicht auf die postalische Zustellung von Steuerbescheiden und die Senkung der Kosten für den lokalen „Heimatpreis“. Die Partei betonte, es gehe nicht darum, die Mitarbeiter übermäßig zu belasten, sondern Aufgaben zu überprüfen und die Effizienz zu steigern. Gleichzeitig kritisierte sie, dass die Verwaltung die Ziele des Rates nicht vollständig umsetze, und warnte, dass kleine Kürzungen allein die langfristigen Finanzprobleme der Stadt nicht lösen würden.

SPD und Grüne anerkannten zwar die fachkundige Umsetzung des Auftrags durch die Verwaltung, verurteilten aber die Auswirkungen der Kürzungen. Sie verwiesen auf Einschnitte bei der Sozialhilfe, der Feuerwehr, der Notfallvorsorge, der Personalgewinnung, der Digitalisierung, der Kultur und bei Bürgerprogrammen. Beide Parteien forderten eine Risikobewertung der Kürzungen in den zuständigen Ausschüssen. Zudem warnten sie, dass dieses Sparpaket erst der Anfang sei und angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheit mit weiteren Kürzungen zu rechnen sei.

Die Verwaltung hat nun konkrete Einsparvorschläge vorgelegt, darunter Stellenstreichungen und Betriebskostenreduzierungen. SPD und Grüne fordern eine genauere Prüfung der Folgen für die öffentlichen Dienstleistungen. Die CDU unterstützt weiterhin Effizienzmaßnahmen, besteht jedoch darauf, dass tiefgreifendere Reformen notwendig seien, um die strukturellen Finanzprobleme der Stadt zu bewältigen.

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