05 February 2026, 14:50

Stefan Raabs umstrittener Holocaust-Gedenktag-Sketch löst Empörung und Debatte aus

Eine Karikatur einer Menge mit einigen, die Fahnen halten, einem Gebäude im Hintergrund und einem Text unten mit der Aufschrift "Resist unto Blood: The True Christian Warfare".

Stefan Raabs umstrittener Holocaust-Gedenktag-Sketch löst Empörung und Debatte aus

Eine umstrittene Einlage in der Stefan-Raab-Show hat für öffentlichen Aufruhr und juristische Konsequenzen gesorgt. Am 27. Januar 2024 – dem Internationalen Holocaust-Gedenktag – sendete die Show einen Sketch, der den Sänger Gil Ofarim mit antisemitischen Klischees veralberte. RTL nahm die Sequenz später offline und räumte ein, sie hätte zu Missverständnissen führen können.

Der Vorfall hat die Kritik an Raab, einer der bekanntesten TV-Persönlichkeiten Deutschlands, sowie an Ofarim neu entfacht, der selbst 2021 in eine Antisemitismus-Kontroverse verwickelt war.

Während der Sendung am 27. Januar präsentierte Stefan Raab Ofarim in einem satirischen Beitrag, der mit antisemitischen Stereotypen gespickt war. Der Sketch zeigte unter anderem einen fiktiven "Onkel Samuel", der ein "Schummel-Gen" vererbt, einen Kunden, der Äpfel von einem Obststand stiehlt, sowie ultraorthodoxe Juden, die zu Ofarims Musik tanzen – dargestellt als Erfolge in der jüdischen Gemeinschaft. Diese Elemente griffen historische Vorurteile über jüdische Unehrlichkeit und Habgier auf.

Raab, einer der prägendsten Unterhalter Deutschlands, machte sich direkt über Ofarim lustig und bediente dabei Klischees über Juden und Geld. Die Ausstrahlung am Holocaust-Gedenktag verschärfte die Empörung zusätzlich.

Ofarim, ein eher kleinerer Prominenter, war bereits 2021 in die Kritik geraten, nachdem er fälschlicherweise einen Hotelmitarbeiter der antisemitischen Belästigung beschuldigt hatte. Bei seiner Teilnahme an RTLs Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! in diesem Jahr weigerte er sich, über den Raab-Vorfall zu sprechen, und berief sich auf eine Vertraulichkeitsklausel. Die anderen Kandidaten drängten ihn zunächst auf Antworten, verloren aber bald das Interesse.

Das Verfahren gegen Ofarim wurde später gegen eine Geldauflage eingestellt. Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! ist inzwischen beendet, doch Raab bleibt eine feste Größe im deutschen Fernsehen.

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RTLs Löschung des Clips und die Anerkennung möglicher Missverständnisse bildeten die Reaktion des Senders. Der Fall verdeutlicht die anhaltenden Spannungen um Antisemitismus in der öffentlichen Debatte, insbesondere wenn prominente Persönlichkeiten involviert sind. Juristische Klärungen und redaktionelle Entscheidungen haben die unmittelbaren Folgen begrenzt, doch der Vorfall wirft weiterhin Fragen nach Verantwortung in der Unterhaltungsbranche auf.