Steinmeier ruft zum Ehrenamtstag statt Feiertag für das Grundgesetz auf
Sylvio ThiesSteinmeier ruft zum Ehrenamtstag statt Feiertag für das Grundgesetz auf
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den 75. Jahrestag des Grundgesetzes mit einem Aufruf zu mehr bürgerlichem Engagement gewürdigt. Statt eines gesetzlichen Feiertags erklärte er den 23. Mai zum „Ehrenamtstag“, um freiwilliges Engagement und die Reflexion über verfassungsmäßige Werte zu fördern. Sein Besuch in einem Berliner Gemeinschaftsgarten unterstrich die Bedeutung kollektiven Handelns für die Demokratie.
Das Grundgesetz, die deutsche Verfassung, wurde am 23. Mai 1949 feierlich verkündet. Anlässlich des 75. Jubiläums betonte Steinmeier, dass Demokratie dann gedeiht, wenn Bürgerinnen und Bürger sich aktiv in die Gesellschaft einbringen. Ein Verfassungsjubiläum solle nicht einfach ein freier Tag sein, sondern mit Engagement verbunden werden.
Während eines Besuchs in einem Gemeinschaftsgarten im Berliner Bezirk Neukölln hob der Bundespräsident hervor, wie lokale Initiativen demokratische Werte stärken. Den Ehrenamtstag beschrieb er als Anstoß, insbesondere junge Erwachsene zu motivieren, sich ehrenamtlich zu engagieren – auch in digitalen Bereichen.
Steinmeier äußerte die Hoffnung, dass der Ehrenamtstag zu einer jährlichen Tradition werde. Statt eines passiven Feiertags solle er durch konkrete Taten und gemeinschaftliches Handeln an die Bedeutung der Verfassung erinnern.
Der neue Ehrenamtstag zielt darauf ab, eine Kultur der Teilhabe und des Dienstes an der Gemeinschaft zu fördern. Durch den Fokus auf freiwilliges Engagement soll die Initiative die Bürgerinnen und Bürger enger mit den Prinzipien des Grundgesetzes verbinden. Steinmeiers Appell spiegelt ein breiteres Bestreben wider, die Demokratie durch alltägliche Beiträge zu stärken.






