Sternsinger kämpfen in Hannover für Schulbildung statt Kinderarbeit
Sylvio ThiesMinisterpr√§sident Lies empf√§ngt Sternsinger - Sternsinger kämpfen in Hannover für Schulbildung statt Kinderarbeit
Eine Gruppe von 58 Sternsingern aus dem Bistum Hildesheim besuchte diese Woche die Niedersächsische Staatskanzlei in Hannover. Die als Heilige Drei Könige verkleideten Kinder brachten ihre jährliche Kampagne gegen Kinderarbeit ins Zentrum der Landespolitik. Ihr diesjähriger Appell lautet: Kindern die Chance geben, zur Schule zu gehen, statt zu früh in Fabriken oder anderen Jobs arbeiten zu müssen.
Die jungen Sänger trafen am Landtagsgebäude ein, wo sie ihren traditionellen Segen darbrachten. Über dem Haupteingang hinterließen sie mit Kreide den Segensgruß "20C+M+B+26" – ein Symbol ihrer Mission. Dieser Brauch, der mit dem Fest Epiphanie verbunden ist, trägt sowohl religiöse als auch karitative Bedeutung.
Landtagspräsidentin Hanna Naber begrüßte die Gruppe und lobte ihr Engagement. Sie betonte die Wichtigkeit der Kampagne, die sich für Bildung statt Ausbeutung von Kindern einsetzt. Die Sternsinger, die katholische und evangelische Jugendgruppen vertreten, setzen sich seit Langem mit ihren Besuchen für benachteiligte Kinder weltweit ein und sammeln Spenden. Auch Ministerpräsident Olaf Lies empfing die Kinder und steuerte einen Beitrag zu ihren Spendendosen bei. Seine Teilnahme unterstrich die politische Unterstützung für ihr Anliegen. Der Titel der Aktion "Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit" bringt das klare Ziel auf den Punkt: Jedes Kind soll lernen dürfen, statt zur Arbeit gezwungen zu werden.
Der Besuch hinterließ Spuren – im wörtlichen wie im übertragenen Sinne. Der Segen über der Tür dient als Mahnmal im Kampf gegen Kinderarbeit. Mit gesammelten Spenden und politischer Rückendeckung trägt die Botschaft der Sternsinger nun nicht nur in Häuser, sondern auch in die Gänge der Regierung.
